#33 - Gesundheit beginnt mit Sicherheit
Shownotes
Wann hast du dich heute das letzte Mal gefragt: Fühle ich mich eigentlich sicher?
Wahrscheinlich gar nicht.
Wir denken bei Sicherheit an eine abgeschlossene Haustür, einen sicheren Arbeitsplatz oder Geld auf dem Konto.
Aber unser Körper stellt diese Frage viel häufiger:
Bin ich hier sicher?
Bei diesem Menschen?
In dieser Situation?
Darf ich mich entspannen?
Oder muss ich aufpassen?
In dieser Solofolge von Kiezgeflüster geht es um etwas, das wir selten mit Gesundheit verbinden – und das doch ziemlich weit unten im Fundament liegt:
Sicherheit.
Ich nehme euch mit in meinen Blick als systemische Therapeutin, Supervisorin und Yogalehrerin: Was macht Sicherheit mit unserem Körper, unseren Beziehungen und unserem Verhalten?
Warum reagieren wir manchmal, obwohl unser Kopf längst sagt: „Es ist doch alles gut“?
Und warum bedeutet Sicherheit nicht, dass nichts Schwieriges mehr passieren darf?
Eine Folge über Sicherheit – und darüber, warum unser Körper manchmal früher Bescheid weiß als unser Kopf.
Kiezgeflüster – Starkes aus Staaken.
Gesundheit verstehen. Damit wir mit ihr arbeiten können.
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Der Podcast Kiezgeflüster – Starkes aus Staaken ist ein Projekt des
IGZ NestWerk-Staaken und wird gefördert aus Mitteln des
„Landesprogramms Integrierte Gesundheitszentren“
der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.
Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen bei Starkes aus Starken.
00:00:07: Dieser Podcast ist für alle die mitten im Chaos weiteratmen, für alle, die sich was trauen, obwohl sie Angst haben.
00:00:15: Wir reden über Wege, die es offiziell nicht gibt und über Kraftquellen, die man nur findet wenn man wirklich hinschaut – im Körper, in Inneren und im Miteinander.
00:00:28: Starkes Ausstarken!
00:00:30: Echt roh-und berührend ihr starken aus Starken.
00:00:41: Ich habe euch heute eine Podcast-Folge mitgebracht, in der wir mal unter uns sprechen, an dem ich heute kein Gast dabei habe sondern ihr da draußen meine Gäste seid und ich habe euch ein Thema mitgebracht woraus wir vielleicht einer Reihe machen werden.
00:01:01: Mal schauen wie sich so die erste Folge anfühlt.
00:01:04: Ich habe ganz große Lust mit euch einmal über Gesundheit zu sprechen und über die Vielfältigkeit von Gesundheit.
00:01:13: Und was denn überhaupt Gesundheit bedeutet?
00:01:15: So ein bisschen philosophisch dort mal einzutauchen, dort rumzuschwimmen vielleicht so einen Tassend zu diesem Sommer Denn unsere Gäste im Sozialraum sind auch alle im Urlaub.
00:01:30: Na gut nicht alle aber die meisten!
00:01:35: Ich oute mich, ich bin eigentlich auch gerade im Urlaub.
00:01:38: Aber ich habe trotzdem so große Lust mit euch weiterhin verbunden zu bleiben und als IGZ euch Gesundheit mal als philosophisches Thema rüberzudroppen.
00:01:53: Dass wir einfach mal darüber plaudern!
00:01:57: Auch wenn ihr nicht direkte Antworten geben könnt habt ihr vielleicht aber Antworten oder Fragen, die in eurem Kopf aufploppen und die ihr vielleicht mit euren Mitmenschen als Dialog weiterführen wollt.
00:02:18: Denn in unserem IGZ haben wir das große Thema Gesundheit ist mehr als nur Medizin und uns begegnen immer und immer wieder Themen rund um Gesundheit.
00:02:32: Und dabei denken wir immer ganz schnell an so ganz Klassische Dinge, Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit.
00:02:40: Und was ist es noch?
00:02:42: Also allein schon mal diese Definition zu haben für sich selbst, was eigentlich Gesundheit bedeutet und wo überhaupt Gesundheit losgeht!
00:02:54: Dafür habe ich euch heute das erste Thema mitgebracht, was für mich ein sehr wichtiger Grundbaustein ist – nicht für mich persönlich sondern das, was ich erlebe in meiner täglichen Arbeit als Therapeutin, Supervisorin und Coach.
00:03:15: Coach ist so die Richtung wenn es jetzt um Job geht dass man sich da mal coachen lässt.
00:03:22: vielleicht kennen auch viele diesen Begriff aus dem Sport wo wir auch schon wieder bei Gesundheit sind bei Bewegung Und Supervision bedeutet so im Team, also Dinge gemeinsam zu besprechen.
00:03:36: Da geht es auch ganz viel um Wohlempfinden und im therapeutischen Kontext.
00:03:41: als Paar- und Familientherapeutin geht das ganze viel um Beziehung.
00:03:47: In all diesen Bereichen sind wir schon bei dem Thema was sich am meisten wie ein roter Faden oder einen goldenen Faden durchzieht.
00:03:57: Das ist das Thema Sicherheit!
00:04:03: Ein wichtiger Grundbaustein.
00:04:08: darauf baut sich meines Erachtens alles auf.
00:04:15: Und so könnt ihr mal einfach das Mal so kreisen lassen im Kopf, was für euch Sicherheit bedeutet?
00:04:26: Ich bringe mal ein Beispiel mit oder mal Bilder mit.
00:04:34: vielleicht kommt ihr davon irgendwas bekannt vor.
00:04:38: Zum Beispiel, du hast wochenlang auf dein Urlaub hingearbeitet.
00:04:42: Der Koffer ist geparkt die Autotür fällt ins Schloss und du fährst los oder bist im Flieger!
00:04:50: Und dann angekommen an deinen lang ersehnten Urlaubsort am nächsten Morgen Halsschmerzen Fieber Kopfschmerz.
00:05:04: kommt ihr das bekannt vor?
00:05:07: Oder nehmen wir noch etwas gerade auch jetzt passend Die ganzen Abi-Prüfungen.
00:05:13: Fertig, seit Juni!
00:05:15: Endlich die stressige Prüfungsphase durchgearbeitet.
00:05:20: Boom danach alles fällt zusammen oder nach Trennungen.
00:05:30: Nach Trennung erleben wir viele Menschen hier bei uns im EGZ, die dann auftauchen und sich nichts mehr bewegt wo einfach nur noch so eine absolute Erschöpfung da ist.
00:05:49: Das heißt, ist es nicht seltsam das nachgetaner Arbeit, dass in den Momenten wo endlich etwas geschafft ist.
00:06:01: Wo eigentlich jetzt der Körper entspannen kann?
00:06:06: Was macht er anstatt entspannend?
00:06:08: Er wird krank!
00:06:11: Warum eigentlich?
00:06:14: Und das, was ich mit euch heute sprechen möchte... denn ich möchte dir eigentlich schon fast ein Versprechen aussprechen dass du vielleicht nach dieser Folge dein Körper mit anderen Augen sehen kannst.
00:06:29: Nicht als Gegner, der dich flach legt gerade dann wenn du es verdient hast.
00:06:34: Du sagst so was?
00:06:34: jetzt hab ich doch endlich Urlaub und warum vermisst du mir jetzt den Urlaub?
00:06:38: Wirst du jetzt krank?
00:06:40: Das heißt er ist nicht deinen Gegner sondern ich würde mich so sehr wünschen das du nach dieser Erkennst, dass dein Körper jemand ist der seit deiner Geburt versucht dich zu beschützen.
00:06:57: Fangen wir mal weiter damit an uns die Frage zu stellen welche Fragen denn unser Körper an uns hat oder an sich selbst.
00:07:08: Meint ihr das unser Körper sich fragt?
00:07:11: Bin ich glücklich!
00:07:13: Meint Ihr das unser körper sich fragT?
00:07:16: bin ich
00:07:16: erfolgreich?!
00:07:18: Bin ich
00:07:18: beliebt!?
00:07:20: Bin ich
00:07:20: reich!?
00:07:22: Nein Unser Körper stellt sich nur eine einzige Frage und die ist, bin ich sicher.
00:07:30: Und das entscheidet unser Nervensystem jede Sekunde – nicht bewusst sondern automatisch!
00:07:40: Weil wenn ihr euch einfach mal vorstellt….
00:07:43: Unser Gehirn ist ja nicht entstanden im Büro oder im Straßenverkehr oder zwischen Steuererklärung und WhatsApp.
00:07:50: Unser gehör'n ist keine App.
00:07:53: Wisst ihr wo unser Gehir'n entstanden ist?
00:07:54: In der Wildnis Und dort bedeutete eine falsche Entscheidung der Tod und deswegen liebt unser Gehirnsicherheit.
00:08:06: Es mag gar keine Abenteuer!
00:08:09: Tut mir leid, nein, mag es nicht.
00:08:13: Wusstest du das?
00:08:14: unser Gehörn ungefähr fünf Mal stärker auf Gefahr reagiert als auf etwas Schönes?
00:08:21: Und deshalb reicht es nicht aus zehn Komplimente zu machen für eine Kritik.
00:08:27: Nein Vielleicht braucht es fünfzehn Komplimente und nicht weil du generell negativ eingestellt bist und ein Pessimist, sondern weil dein Gehirn dich schützen möchte.
00:08:41: Es ist nicht verrückt das unser Gehirnt zum Beispiel einen Menschen den er neu begegnet dass er den zu sechzig siebzig achtzig Prozent tendenziell eher negativ einschätzen wird als positiv?
00:08:59: Weil wenn er eine Fünfzig-Fünfzig Nummer draus machen würde, dann liegt die Hälfte also fünfzig Prozent ist ja dann die Gefahr dass der Mensch gegenüber dein Feind ist und dich töten wird.
00:09:15: Also gehen wir lieber von etwas Negativen aus weil es das ist was uns schützt.
00:09:22: unser Körper hat ein ausschließliches Interesse daran zu überleben.
00:09:29: Und dann kommen wir nämlich gleich Zum Nächsten, und das ist das was ich in meiner Arbeit sehr oft in erster Linie bearbeite oder wo wir in erste Linie rangehen.
00:09:44: Nämlich an unsere Angst.
00:09:47: Unsere Angst kann so gute Geschichten erzählen.
00:09:53: So gute Geschichten!
00:09:54: Unser Angst ist der beste Geschichtenerzähler den es gibt.
00:10:01: Fangen wir mal an Nur, oder nicht fangen wir mal an.
00:10:04: Stellen wir uns einfach nur einmal vor warum Horrorfilme so gut funktionieren?
00:10:11: Stell dir vor du sitzt im Kino und hast dein Popcorn auf deinem Schoß.
00:10:16: Dein Herzensmensch sitzt neben dir.
00:10:19: Da ist eine Tür aus der du jederzeit rausgehen kannst Und du schaust auf diese Leinwand.
00:10:24: Du hast ja sogar das Ticket dafür gekauft Um dir diesen Horrorfilm anzuschauen.
00:10:31: Und in deinem Körper sind all die Gefühle und all die körperlichen Reaktionen, als wäre es eine absolut reale Angst.
00:10:43: Du hast Herzrasen, deine Hände schwitzen, dein Atem verändert sich!
00:10:49: Und warum?
00:10:51: Nicht bei unser Gehirn fragt Öh ist das
00:10:53: echt?!
00:10:55: Er fragt Was ist hier gerade gefährlich?
00:11:00: Weil Es fühlt das, was du siehst.
00:11:02: Das die Bilder, die erzeugt werden und die Bilder die du annimmst Und die Gedanken, die du dir in dem Moment machst Die sind für deinen Körper real.
00:11:13: Dein Körper kann nicht unterscheiden oder dein Gehirn kann in dem moment Nicht unterscheidten ob es jetzt gerade deine gebauten Gedanken sind Oder ob des real ist.
00:11:25: Gerade gestern saßen wir zusammen und hatten eine lustige Situation.
00:11:32: Da erzählte jemand, dass Freunde von ihm eine Leiche entdeckt haben und sind dann weggerannt.
00:11:41: Und haben die Polizei gerufen, Spoiler alert!
00:11:44: Es war keine Leichte da lag ne Puppe.
00:11:46: Das war eigentlich die lustige Story.
00:11:50: Aber dann musste ich gleich auf diese story Obwohl der Zusammenhang anders war nämlich das ist ne pappelbar Dass sich dann die frage in die runde gestellt habe und gesagt hab warum Laufen wir denn dann eigentlich weg?
00:12:04: Also nehmen wir nur mal an, da liegt eine Leiche.
00:12:07: Wir müssen doch nicht weglaufen!
00:12:10: Weil die Leiche ist doch tot.
00:12:13: und dann ging es tatsächlich im Kopf rum dass alle das saßen und sich gesagt haben ja stimmt warum läuft man weg?
00:12:21: weil im kopf in dem moment Die geschichte passiert ist zu diesem vermeintlichen tot.
00:12:29: wir wissen nicht wie dieser mensch dort gestorben ist Aber in unserem Kopf ist die Geschichte dazu.
00:12:36: Obwohl wir nicht dabei waren, obwohl es keine Geschichte dazu gibt hat unser Kopf diese Geschichte innerhalb von wenigen Sekunden gebaut und das ist Gefahr.
00:12:46: also rennen wir!
00:12:48: Ist das nicht spannend?
00:12:51: Das heißt unsere Körper sorgt für unsere Sicherheit.
00:12:54: Also jetzt würde ich so gerne von euch eine Reaktion haben und wissen was ihr darüber denkt.
00:13:02: Und vielleicht sind eurem Köpfe mir auch ein Stimm Und ihr habt selber auf einmal Situationen, die euch total bekannt vorkommen.
00:13:12: Also lasst uns nochmal schauen!
00:13:14: Auf die Angst.
00:13:17: Die Angst ist wahrscheinlich der beste Geschichtenerzähler unseres Gehirns.
00:13:22: Er kann komplette Drehbücher schreiben Katastrophen Zukunft Vergangenheit alles außer Gegenwart.
00:13:33: und genau das ist der kleine Game Changer Gegenwertigkeit.
00:13:42: Alles was war Alles was kommt, sind Gedanken.
00:13:50: Alles was war ist vorbei aber wir hängen noch da drin und kreisen in Gedankenloobs.
00:13:57: das kennen wir.
00:13:58: Warum hat der die mich jetzt so angeguckt?
00:14:01: Warum hat er die ich jetzt so behandelt?
00:14:04: Autofahren.
00:14:05: Oh!
00:14:06: Ist Autofahrn nicht ein wahnsinniges Phänomen wie... Was für ein Potenzial Ein Aggressionspotenzial beim Autofahren.
00:14:19: Wie viele Menschen selbst die friedlichsten Menschen sagen von sich selbst?
00:14:25: Mich bringt nichts aus der Ruhe, aber sitze ich in meinem Auto und wer nimmt jemand die Vorwart?
00:14:32: oder jemand schneidet vor mich rein?
00:14:38: Gefahr!
00:14:39: Weil es Gefahr bedeutet.
00:14:41: Man sitzt in seinem Auto man weiß man ist angreifbar Und man kann die Autos da draußen, die anderen Menschen.
00:14:48: Man kann sie nicht beeinflussen!
00:14:50: Man ist nicht handlungsfähig was die Anderen betrifft.
00:14:56: Man ist dieser Gefahr ausgesetzt ohne dass man ein Einfluss darauf hat.
00:15:01: Man hat keine Einflossnahme und das macht Angst.
00:15:04: Also ist der Körper ununterbrochen auf Alarm geschaltet im Auto.
00:15:10: ist diese Aggression vor, was sich ja Menschen selber auch dann erschreckt.
00:15:14: Und sie sagen Wahnsinn!
00:15:15: Was ich für... Für eine Hyäne!
00:15:22: Jetzt versuche ich das gerade männlich und weiblich auszudrücken.
00:15:24: Weißt du?
00:15:25: Das hat nämlich immer das neutrale Wort Monsterwerte.
00:15:28: Ein Halk.
00:15:29: Auch Halk finde ich toll.
00:15:30: Was für ein Halk in mir darin steckt wenn ich Auto fahre.
00:15:36: Und da sind diese Schreckmomente, dass es diese Anspannung im Auto.
00:15:45: Oder gehen wir mal noch einen Schritt zurück, weg vom Auto und das was uns auch allgegenwärtig passiert.
00:15:54: Nämlich in Beziehung dieses kleine Grübeln.
00:16:01: Wie grübeln uns doch so unfassbar stressen kann?
00:16:07: Wir schreiben unseren Partner-Partnerinnen keine Antwort.
00:16:12: Zehn Minuten, zwanzig Minuten, dreißig Minuten!
00:16:18: Und mit jeder Minute haben wir einen kompletten Kinofilm und eine Netflix-Serie mit acht Staffeln produziert.
00:16:27: Und das ist in allen Beziehungen, ob es mit Partner-Partnerinnen ist, ob als Eltern wir uns Sorgen machen um unsere Kinder oder um unseren eigenen Eltern wenn sie schon älter sind dieses Sorgenmachen.
00:16:41: auch da sind wieder Ängste.
00:16:44: Ich habe mal etwas gelesen was ich auch super interessant fand.
00:16:50: Wenn wir Tiere beobachten oder es gab mal so ein Tierdoku Und da ging es um die Garzelle, wenn sie vor dem Löwen wegrennt also nach so einer Löwenjagd und sie dann in Sicherheit ist.
00:17:09: Dann zittert die Garzelle oft minutenlang und nicht weil sie dann im Moment noch Angst hat sondern weil ihr Körper den gesamten Überlebens Stress wieder los wird.
00:17:23: Wenn sie sich ausgezittert hat, geht's sie ganz normal los und wieder grasen.
00:17:31: Und das finde ich super spannend!
00:17:34: Denn was machen wir Menschen denn?
00:17:38: Wir Menschen sitzen im Auto, wir sitzen am Computer, wir beantworten Meals, scrollen bei Instagram und abends wundern wir uns dass wir völlig überreizt sind.
00:17:52: Im Auto Stress, Ausschüttung – am Computer noch schnell das fertig machen und das fertigmachen, noch die Hausarbeit fertig machen.
00:18:03: Das Referat da, E-Mails über Antworten eine E-mail, die mir gerade nicht gut tut.
00:18:09: Da wo ich was nicht erreicht habe Instagram Vergleich vergleich vergleich vergleich stress stress stress.
00:18:16: Das heißt wie viele Möglichkeiten wir am Tag haben um uns selbst zu stressen?
00:18:25: Und wie oft haben wir am tag die Möglichkeit wo wir diesen Stress wieder abbauen können.
00:18:34: Das heißt, vielleicht fehlt uns heute gar nicht die Entspannung sondern vielleicht fehlt das Entladen.
00:18:45: Man hat mittlerweile und es sind schon mehrere Studien, die das aufzeigen dass seit Corona gibt es auch eine zunehmende psychische Überblastung.
00:19:02: Wir sprechen von den Nachwirkungen von Corona.
00:19:07: Ich hatte eine Hypothese dazu, nur einer.
00:19:10: Nicht eine die das komplette Dilemma abdeckt sondern dieser Einer dass wir über einen so langen Zeitraum der Angst ausgesetzt waren.
00:19:25: So lange ich habe gar nicht...ich weiß gar nicht mehr wie lange Corona ging.
00:19:30: Da sieht man auch dass wir Menschen es auch teilweise wirklich schon so verdrängt haben.
00:19:34: Auch ein Schutzmechanismus aber Es ist eigentlich egal, ob das jetzt anderthalb zwei oder drei Jahre ging.
00:19:42: Fakt ist, dass wir über einen sooo langen Zeitraum einer Gefahr ausgesetzt waren und eine Angst.
00:19:51: Und durch dieses Lockdown, durch dieses Drinnensein und sich körperlich nicht regulieren zu können, nicht Stress abbauen zu können hat was mit uns gemacht!
00:20:03: Wenn wir nun mal daran denken, zehn, fünfzehn Minuten braucht um diesen Run.
00:20:12: Es ist ja nicht so das über Jahre gerannt es auch nicht über Stunden geranntes.
00:20:17: wie lange rennt so eine Garzelle von einem Löwen weg?
00:20:20: Ich weiß es nicht aber lasst es weniger als zehn Minuten sein.
00:20:26: ich weiß nicht wie lange so ein Jagen geht wie lange eine Löwe das schafft so lange zu jagen und eine Garzelle solange zu rennen.
00:20:34: Ich weiß nicht, wer es die Tierdokos wie die geschnitten sind.
00:20:37: Aber was glaubt ihr?
00:20:39: Das kann noch nicht so lange sein und dass sie fast die gleiche Zeit nehmen wir nur mal alles in zehn Minuten rennen?
00:20:45: ich finde das schon ziemlich lang.
00:20:48: Und Sie braucht dann zehn Minuten um sich zu regulieren.
00:20:52: D.h.
00:20:54: Nehmen wir mal an Corona mal anderthalb Jahre da müssten wir eineinhalb Jahre lang zittern um uns wieder zu entladen.
00:21:01: Ja geht nicht!
00:21:02: Okay, gehen wir mal von Corona wieder weg.
00:21:05: Gehen wir mal wieder zurück zu so einem Tag.
00:21:10: Wusstet ihr zum Beispiel das Fluglotsen?
00:21:13: Dass die ja nur eine gewisse Zeit an ihrem Arbeitsplatz sitzen und dass die – ich weiß nicht mehr, sind es zwanzig oder vierzig Minuten könnt ihr selber mal googeln!
00:21:27: Ich finde es auch immer toll wenn man das rein droppt und ihr könnt selbst mal nachschauen, wenn es euch interessiert.
00:21:35: aber Fakt ist sie so hohen Verantwortungsaufmerksamkeitsspanne.
00:21:42: Und ich weiß nicht, ich glaube das sind nur forty-fünf Minuten und dann müssen die eine Pause machen von, weiß ich nicht, fünfzehn, zwanzig Minuten.
00:21:54: Das heißt wenn du eine Autofahrt hattest oder eine am Computer gesessen hast und wichtige Daten und und und ... und du machst das acht Stunden lang kennt einander Und dein Körper hat keine Möglichkeit, sich zu entladen.
00:22:12: Dann macht das doch was mit dir!
00:22:15: Das macht auch etwas mit deiner Gefühl von Sicherheit oder?
00:22:23: Das heißt du hast die ganze Zeit Stress-Ausschüttung und das bringt deinen Körper in eine Alarmhaltung und Alarm ist verknüpft – mit Angst.
00:22:36: Ja, Sicherheit weil der Gegenspieler von Sicherheit ist.
00:22:40: Angst.
00:22:40: Ja, wenn wir angstfrei sind dann fühlen wir uns sicher.
00:22:46: Und deswegen lasst uns mal noch tief an unserem Körper schauen.
00:22:49: Das ist übrigens mein Lieblingsthema, Körper.
00:22:53: Einige wissen das von euch schon, dass ich ja auch noch neben meine Arbeit hier Yoga-Lehrende bin und ich eine große Affinität habe zu unserem Körper wieder so körperlich Funktioniert, wie unsere Muskeln funktionieren für was die zuständig sind.
00:23:11: Unser Organe und unser Nervensystem.
00:23:14: das ist so unglaublich spannend.
00:23:17: zum Beispiel und es ist einer meiner Lieblingsmuskel nämlich unser Psoas-Muskel.
00:23:23: man nennt ihn sogar unseren Überlebensmuskel.
00:23:26: Ihr müsst euch vorstellen dieser Muskel fängt am unteren Rücken an unserem Rippenbereich verbunden mit unserem Zwergspel mit unserem Nerven System über den Vargusnerv Und er geht durch die Hüfte und verbindet sich mit dem Oberschenkelmuskel.
00:23:41: Das ist übrigens der einzige Muskel, der unseren Oberkörper mit unserem Unterkörper verbindet.
00:23:47: Ist das nicht spannend?
00:23:48: Wenn wir den nicht hätten, dann wollen wir einfach damit auseinander klappen!
00:23:52: Dieser Muskel ist so elementar-wichtig denn... Der geht ja sofort in Reaktion weil der rennt, damit sich hat er uns überleben, er kämpft, damit.
00:24:06: ich hatte unser Überleben.
00:24:09: Er ist der, der uns handlungsfähig macht.
00:24:12: Das heißt wenn wir da sitzen bleiben an diesem Computer und dem Auto und dieses ganze Sitzen und dieses nicht körperlich bewegen das macht was mit uns.
00:24:23: Der Körper schickt aus unserem Gehirn, aus unserem Alarmsystem runter zum Pzoas und sagt wer will so etwas machen?
00:24:32: Hier ist Gefahr!
00:24:33: Wir müssen rennen, wir müssen kämpfen... ...wir müssen irgendwas tun,... ...wir müssen handlungsfähig werden.
00:24:39: Machen wir nicht passiert nix.
00:24:40: Wir bleiben einfach sitzen.
00:24:44: Und dann sitzen wir da abends und unser Kopf ist aufgewühlt, unser ganzer Körper ist aufwühlt... Wir fahren nicht runter!
00:24:52: Wir versuchen das anders zu kompensieren mit Essen, mit anderen Ablenkungen.
00:24:59: Dabei kennen wir es.
00:25:00: vielleicht kennt ihr das alle?
00:25:02: Wir gehen raus spazieren, schauen in die Weite und beruhigen uns.
00:25:13: Kliniken in psychosomatischen Klinik bei depressiven Menschen, Burnout.
00:25:19: Die kriegen jeden Tag das Spazieren verschrieben.
00:25:23: Laufen laufen laufen laufen Laufen.
00:25:27: Wenn man einfach mal daran denkt wie unsere Vorfahren einfach so viel gelaufen sind Soviel.
00:25:34: Und auch wenn man sich mal vorstellt Was ja passiert wenn wir die ganze Zeit zum Beispiel auf diesem Bildschirm schauen?
00:25:42: Unser Sichtfeld verengt sich Und das überträgt sich auch auf unseren Körper.
00:25:49: Kleine Bilder, verengtes Sichtfeld.
00:25:54: Wir kennen es als Metapher und Spruch.
00:25:57: Man ist sehr eng stürmig!
00:26:02: Man hat ja einen kurzen Blick.
00:26:05: Kennt diese Großelternsprüche?
00:26:08: Die kommen nicht von ungefähr.
00:26:12: Hat der die einen großen Weitblick?
00:26:15: Großzügig... Großherzig, weit Blick.
00:26:22: Merkt ihr den Unterschied?
00:26:24: Das heißt wenn wir auf einem Bildschirm stundenlang einen Punkt fixieren dann macht das was mit unserem Nervensystem und unser Gehirn liebt den Überblick.
00:26:36: Wir sprechen ja auch so schöne Überblick über alles drüber blicken zu können.
00:26:41: Warum?
00:26:42: Weil es weniger Gefahr bedeutet weil wir alles sehen können.
00:26:51: Gehen wir nochmal ganz zurück auch zu unserem Ursprung als wir Babys waren.
00:26:59: Da kommen wir nämlich auch noch mal in den Körper rein.
00:27:02: Wusstet ihr, dass ein Baby den eigenen Herzschlag über die Nähe seiner Eltern reguliert?
00:27:10: Ein Baby kann sich nicht alleine regulieren!
00:27:14: Es reguliert sich und beruhigt sich durch das Miteinander.
00:27:19: Faszinierend
00:27:20: oder?!
00:27:22: Ich weiß jetzt würden einige sagen, wie aber mein Kind schläft dann einfach irgendwann ein.
00:27:27: Schläft an einmal das erschöpft ist oder weil es irgendwann resigniert?
00:27:35: Es gibt dazu eine Stabilis-Forschung, gibt es da zu einer Studie, die René Spitzstudio?
00:27:46: Die würde ich tatsächlich ungern hier ausfamilien.
00:27:48: wenn sie euch interessiert, dann googelt sie mal etwas, was mich so stark früher in meiner Studienzeit berührt hat.
00:27:59: Dass sie mich bis heute begleitet und dass ich die Bindungsforschung für mich zu meinem stecken Pferd gemacht habe und sie einfach aus genau diesem Aspekt mich so intensiv da rein gedacht und gelesen und gearbeitet habe, weil es wirklich wahnsinnig spannend fand.
00:28:19: Wie bedeutungsvoll Bindung Und Beziehung ist, wir sind dann bei den Spiegelneuronen.
00:28:28: Wir sind bei der nonverbalen Sprache.
00:28:32: Das heißt, aktives Zuhören, reagieren, spiegeln was das für eine Bedeutung hat und dass wir das gerade bei den Babys oder kleinen Kindern so gut sehen.
00:28:48: Dann gehe ich schon wieder an das nächste.
00:28:51: Wie viel sind wir am Handy?
00:28:53: Und wie wenig schauen wir uns noch gegenseitig in die Augen.
00:28:58: Und auch dazu könnt ihr euch mal belesen, was das für eine Auswirkung hat wenn wir uns länger als anderthalb Minuten in die Augenschauen.
00:29:11: probiert es mal aus zu Hause ohne sprechen nur mal für anderthalt Minuten in den Augen schauen und dann führ mal in deinem Körper was das macht!
00:29:26: Deswegen komme ich gleich zum nächsten Was Einsamkeit mit uns macht.
00:29:31: Einsamkeit aktiviert ähnliche Gehirnregionen wie körperlicher Schmerz.
00:29:38: Und deswegen ist nämlich Verbindung kein Luxus, das ist pure Biologie.
00:29:43: Vielleicht haben davon auch schon einige von euch gehört.
00:29:48: Von Virginia Satya.
00:29:50: Das ist die Urmutter der systemischen Therapie und die spricht davon dass wir zwölf Umarmungen am Tag brauchen um wachsen zu können und wir brauchen drei zum überleben.
00:30:09: Das heißt Menschen, die am Tag gar keine Umarmung bekommen nicht geben oder empfangen.
00:30:17: das macht was mit dem Körper.
00:30:23: So jetzt habe ich euch ein paar Sachen rüber gedroppt einfach mal so philosophisch in den Raum gestellt Und deswegen würde ich euch einfach mal mitgeben wollen dass ihr vielleicht Jetzt ist es Sommer.
00:30:41: Ihr seid unterwegs, vielleicht ist irgendetwas anders oder ist es gleich geblieben?
00:30:47: Sie geht zur Arbeit.
00:30:49: Euer Tag ist gleich wie jeden Tag.
00:30:53: Oder erst anders – was ist dann anders?
00:30:58: Egal was du tust wenn du über den Tag läufst durch den Tagläufst oder durch deine ganze Woche beobachte dich mal in deinem Körper wann du dich wirklich sicher fühlst.
00:31:10: Nicht in deinem Kopf, denk es nicht.
00:31:13: Sondern spür's mal in dein'em Körper und spüre es den ganzen Tag alles was du tust.
00:31:25: Und spür immer rein.
00:31:26: wann fühlst Du Dich sicher?
00:31:29: Fühlst Du dich sicher wenn Du mit Deinem Hund kuschelst?
00:31:33: Wenn Du ihn umarmst?
00:31:37: Fühlst DU Dich Sicher wenn Du deinen Kaffee trinkst in der Sonne?
00:31:44: Füllst Du sich sicher wenn du im Wald spazieren gehst oder laufen, oder beim Yoga.
00:31:54: Bei welchen Menschen fühlst du dich sicher?
00:32:00: Und warum fühlste du dich bei diesen Menschen sicher?
00:32:04: Fühlst Du Dich sicher wenn Du im Wasser schwimmst?
00:32:10: Oder Musik hören?
00:32:13: Oder Wenn Du eingekuschelt bist unter Deiner Decke?
00:32:16: Sicherheit zusammengefasst ist ein elementares wichtiges Fundament!
00:32:25: Auf einem sicheren Boden, wenn wir darauf stehen unseren Halt finden unser Wurzelwerk.
00:32:34: Dann können wir wachsen!
00:32:35: Guckt euch Bäume an, guckt euch Pflanzen an.
00:32:38: Wenn sie sicher in der Erde verankert sind dann haben Sie eine riesige Krone und tragen die besten Früchte.
00:32:46: Also Gesundheit beginnt nicht erst dann wenn wir keinen Stress mehr haben.
00:32:54: Gesundheit beginnt in den Momenten, in denen unser Körper wieder spüren darf.
00:32:59: Ich bin sicher!
00:33:01: Und in diesem Sinne lasst uns noch weitere Folgen kreieren die mit Gesundheit zu tun haben.
00:33:09: Schreibt uns, gebt uns mal rein was für euch Gesundheit bedeutet?
00:33:26: Und in unserem IgZ findet ihr immer Beziehung, Gespräche Verstehbarkeit Verbindung Unterstützung Orientierung Weil genau das unser Kern ist.
00:33:54: Einen sicheren Ort schaffen indem du landen und ankommen kannst wir gemeinsam sortieren und dann aus unserem Nest-Nestwerk gestärkt, handlungssicher weitergehen kannst.
00:34:18: Ich freue mich und meine Kollegen auch wenn wir euch begrüßen dürfen bei uns und wenn ihr uns nicht braucht dann sind wir auch ganz glücklich weil dann wissen wir dass ihr sicher seid und es euch gut geht!
00:34:34: Danke fürs Zuhören und bis bald zum nächsten Thema.
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