#32 - Staakener Treff – Braucht Gemeinschaft einen Ort?
Shownotes
Heute zu Gast: Viola und Christiane vom Staakener Treff.
Je länger wir gesprochen haben, desto mehr habe ich mich gefragt:
Bekommen die beiden wirklich Geld dafür, Menschen zusammenzubringen, Ideen zu spinnen, Kaffee zu trinken, Feste zu organisieren und Gemeinschaft wachsen zu lassen?
Denn genau so fühlt sich ihre Arbeit an.
Mit einer Begeisterung, die ansteckend ist.
Mit einer Freude an Menschen, die man nicht lernen kann.
Und mit dem festen Glauben daran, dass ein Stadtteil stärker wird, wenn Menschen sich begegnen.
Wir sprechen über Nachbarschaft.
Über Gemeinschaft.
Über Engagement.
Und darüber, was passiert, wenn aus einer Leidenschaft plötzlich ein Beruf wird.
Oder vielleicht auch umgekehrt?
Eine Folge über zwei starke Frauen, die seit vielen Jahren mit Herz, Humor und Tatkraft dazu beitragen, dass Staaken ein Stück mehr zusammenwächst.
Kiezgeflüster – Starkes aus Staaken.
Wo Menschen erzählen und genau darin etwas Starkes entsteht.
-------------------------
Der Podcast Kiezgeflüster – Starkes aus Staaken ist ein Projekt des
IGZ NestWerk-Staaken und wird gefördert aus Mitteln des
„Landesprogramms Integrierte Gesundheitszentren“
der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.
Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen bei Starkes aus Starken.
00:00:07: Dieser Podcast ist für alle die mitten
00:00:09: im Chaos
00:00:09: weiteratmen, für alle, die sich was trauen, obwohl sie Angst haben.
00:00:15: Wir reden über Wege, die es offiziell nicht gibt und über Kraftquellen, die man nur findet
00:00:21: wenn man wirklich hinschaut
00:00:22: – im Körper, in Inneren und im Miteinander.
00:00:28: Starkes Ausstarken!
00:00:30: Echt roh-und
00:00:31: berührend.
00:00:35: Herzlich willkommen, ihr Liebenzuhörer und Zuhörerinnen.
00:00:39: Heute habe ich mal wieder tolle starke Frauen hier!
00:00:43: Ihr merkt vielleicht schon an diesen Folgen das Spandau starken ganz schön viele starke Frau hat.
00:00:49: Und wieder sind hier zwei tolle Frauen die auch wirklich schon lange lange stark in Spandao starken sind.
00:00:59: Aber davon werden Sie gleich noch mehr erzählen und es wird rauskommen, wie lange sie hier schon sind und was sie alles schon hier bewirkt haben.
00:01:08: Also stellt euch doch mal vor wen haben wir heute als Gästinnen dabei?
00:01:17: Okay also herzlich willkommen.
00:01:19: ich bin Viola Scholz-Tis.
00:01:21: Ich arbeite zurzeit im Stadtteilzentrum Brunsbilder Damm.
00:01:24: Ich komme aber aus der Herstraße, so waren die Wurzeln.
00:01:28: Als ich studiert habe, hab' ich dann Praktikum gemacht und war in der sozialen Beratung.
00:01:33: Irgendwann war eine Kollegin so nett zu mir und hat mir ein paar Stunden abgegeben.
00:01:37: Und so bin ich quasi aus der Jugendhilfe von Johannes Stift drüber gerutscht in die Herstrasse... ...und war dort bis vor drei Jahren auch ganz eng verhaftet.
00:01:46: Zuerst mit der hersozialen Arbeit, mit ganz viel Stadtteilarbeit.
00:01:50: später dann habe ich das Familienzentrum in Obstallier aufgebaut und bin dann ins Quartiersmanagement drüber.
00:01:58: Ja, auch die Zeit ist begrenzt gewesen und dann gab es die Chance dieses Stadtteilzentrum hier aufzubauen und Angebote mit und für die Menschen hier zu entwickeln.
00:02:09: Und dieser Herausforderung konnte ich nicht wieder stehen und hab's bis heute nicht
00:02:14: bereut.".
00:02:15: Das heißt wie lange bist du schon hier?
00:02:17: Also wenn man jetzt mal alle Steps, Zeitraffer aufgezeigt hast?
00:02:23: Also in der Herstrasse bin ich seit ... ... Jahr.
00:02:29: Okay, das Wort verhaftet fand dich gerade ganz schön!
00:02:37: Gut wen haben wir noch hier?
00:02:39: Ja hallo ich bin Christiane Hins.
00:02:41: Ich bin halt seit zwei Jahren die lokale Stadtteilkoordinatorin hier im starken Treff am Brunsbetladam Und bin aber schon, oder andersherum.
00:02:51: Ich habe vorher dreißig Jahre in der evangelischen Kirchengemeinde zu starken im Bereich Unionarbeit gearbeitet und habe vor acht Jahren mein zweites Bein in den Gemeinwesenvereinen Herstrasse Nord gesetzt.
00:03:05: Und zwar als Kooperationspartner zwischen Gemeinwestern und Kirchengeminder war hier vor Ort ... Meter weiter statt Auswärtszeit ein Beginnzentrum gebaut wird, die alte Kirche ist abgerissen worden.
00:03:17: Und da geht der Gemeinwesenverein als Mieter mit rein und daher wurde ich damals gefragt ob ich halt als Kooperationspartner damit einsteige und versuche das starten treff mit aufzubauen.
00:03:32: Genau!
00:03:33: Ansonsten wohne ich ja auch in der Gegend.
00:03:35: meine Kinder sind hier groß geworden bin halt komplett verankert und kennen halt viele Leute Hier vor Ort.
00:03:43: Das heißt, du bist ein Homie?
00:03:45: Ja genau!
00:03:49: Was hat euch beide dazu bewegt das ja aufzubauen?
00:03:56: Was war die ... was war das Verlockende daran?
00:04:03: Na, das erste Konzept um generell so etwas Großes aufzubauern, es kam tatsächlich aus der Kirchengemeinde und da waren damals schon Christiane mit dran beteiligt mit Lothar Bärscht.
00:04:16: Und die haben ... Es ist vor ganz vielen Jahren losgegangen, ich meine der Bau und dass es Geld gegeben hat, das kam erst ganz viel später.
00:04:24: also man muss sehr viel Geduld haben.
00:04:26: Ich kam erst hinzu als jetzt schon geplant war deswegen.
00:04:30: Das glaub ich Christian, die Anfänger?
00:04:32: Ja, ich
00:04:32: glaube, im Jahr zwei Tausend vierzehn war das gewesen, da war so das erste Mal das Gespräch, dass die Kirchheit abgerissen werden sollte.
00:04:39: Und das hatte sich natürlich jetzt lange Zeit hingezogen.
00:04:42: Und dann war halt erst in Planung, dass wir vielleicht eine kleine neue Kirche bauen oder die Kirchgebäude saniert, restauriert werden.
00:04:51: Das war aber nicht möglich und dann kam der Abriss zur Sprache.
00:04:58: Der ganze Werdegang hat mit Ausschreibungen, mit Planungen ... Was stellen wir uns vor?
00:05:04: Wie soll es nachher sein?
00:05:06: Dadurch, dass man in einen Sanierungsgebiet fallen kann, gibt's Fördermittel Und wir werden halt dann von der Stadt gefördert.
00:05:17: Dadurch ist es nachher so, dass von außen Träger mit rein kommt in diesen Neubau und das ist halt der Gemeinwesen für eine Herstrasse Nord.
00:05:27: Weil die Kirchengemeinde schon seit über fünfzig Jahren im Bereich Herstraße Nord mit dem Gemein Wesen zusammenarbeitet.
00:05:34: Das ist eine sehr gute Zusammenarbeit und daher war es keine Frage, wenn halt möglich das der Gemeinwesen damit reingeht als Mieter in dieses neue Haus.
00:05:45: Ich bleibe noch ein bisschen hängen.
00:05:46: von auswäschenden Gründen kann eine Kirche abgerissen werden?
00:05:49: Das ist in meinem Kopf so unantastbar dass man eine Kirsche außer sie fällt in sich zusammen!
00:05:54: Ja das war damals halt so.
00:05:56: wie gesagt sanieren wollten, restaurieren wollten aber das war nicht möglich weil der Architekt ein Urheberrecht auf dieses Kirchgebäude Das geht über neunzehn Jahre.
00:06:09: Da wurde verwehrt, dass wir Kirche Sanien restaurieren und umgestalten.
00:06:15: Daher kam nachher nur noch der Abriss in Frage, weil es zu teuer ist eine große Bäude zu halten.
00:06:25: Na gut, dann wieder zurück hier!
00:06:28: Was waren die ersten Visionen?
00:06:31: Als ich kam ... Also ganz am Anfang weiß ich, dass die Konzepte von der Kirchengemeinde gab es schon Konzepten und es ging darum gemeinsam in dieses Haus, dieses neue Haus.
00:06:43: Der Kirche hieß ja Zuversicht, der Arbeitsziertel ist immer noch Begegnungszentrum.
00:06:47: zu Versicht jetzt und abgesehen von der kirche, die dort mit einzieht in den Kapelle gibt es dort auch noch wird auch eine neue Kita eröffnet, die ebenfalls zum Kirchenkreis gehört Und es sollte eben so ein lebendiges Miteinander werden.
00:07:06: Das war das, was ich hier vorgefunden habe und diese Stadtteilarbeit mit der Nachbarschaft ging ja schon vorher los als die Gebäude noch nicht ganz abgerissen waren und ist dann hierher in die Ladenzeile umgezogen.
00:07:19: Da war Christiana offen die ganze Zeit dabei.
00:07:21: Vom Gemeindenverein war eine andere Kollegin da.
00:07:28: Christian und die Ehrenamtchen, die schon da waren als sehr stark und innovativ erlebt.
00:07:33: Die hatten viele Ideen, die wollte viel machen, die kannten viele Leute... Also es war immer was los!
00:07:39: Und das hat einem die Möglichkeit zu geben hinzuhören und Angebote zu entwickeln und egal ob Ausflüge oder für Freizeit oder für Bildung oder Beratungsangebote.
00:07:52: Die Leute hier sind super nett sind auch sehr dankbar, freuen sich machen mit.
00:07:57: Und das motiviert uns auch jeden Tag wieder noch einen draufzusetzen und nach was Weiteres zu machen und nochmal nach Geld anzugucken.
00:08:06: Gibt es denn noch etwas damit wir ja noch was Schönes machen können?
00:08:11: Genau so sehe ich das auch.
00:08:12: also die Leute hier vor Ort geben ein unwahrscheinlich viel Kraft und Energieheit um wieder Neuheit zu starten und neue Ideen halt zu entwickeln.
00:08:20: Und wie meine Wiebe Ola schon sagt hat sie sind alle so dankbar dass es hier dieses starken Treff gibt, ist schon halt richtig schön.
00:08:32: Und wenn ihr jetzt mal so schaut auf die letzten vielen, vielen Jahre?
00:08:38: Gab es da so Entwicklung, das immer so schön zurück zu blicken und so Prozesse sich anzuschauen und so Zyklen auch vielleicht
00:08:47: ... Also, von mir aus gesehen seit im Jahr- und Jahrzehnte.
00:08:53: Wir hatten ja unten nur diesen Laden.
00:08:56: Und wir saßen mit unserem Büro im Keller.
00:08:58: Ich meine, davon offiziell nicht sagen ist er nicht erlaubt, nicht hoch genug und überhaupt Keller!
00:09:03: Aber wir haben dort viel Zeit verbracht.
00:09:04: oder oben in der angebauten Küche.
00:09:08: Weil es gibt einfach keinen anderen Raum aber... Der Raum ist halt so toll weil da so zentral liegt und jeder vorbeikommt.
00:09:15: Als ich gekommen bin gab es schon diese Tradition von Christiana, dass immer morgens Tische, Stühle, Kaffee und Cafetassenzucker und manchmal Kekse rausgestellt worden sind.
00:09:27: So dass immer Leute die vorbeigekommen sind saßen dann da schon oder kamen dann auch rein ist noch Milch da und so kommt man total unaufgeregt miteinander ins Gespräch ohne das man sich ein Thema ausdenken muss oder dass es dem anderen unangenehm ist.
00:09:43: Und das fand ich schon richtig toll.
00:09:45: Und zwar so der erste Schritt, auch noch ein bisschen mehr draußen zu machen und wir machen ja jetzt so lange Frühstückstafeln draußen, Flohmarkt draußen andere Veranstaltungen weil es ein toller Raum für uns ist gerade als wir nicht viel hatten.
00:10:00: Wir hatten dann die Möglichkeit einen Förderantrag zu stellen wodurch wir mehr Geld bekamen.
00:10:07: Das hat wieder neue Leute zu uns gebracht Und ganz viel Potenzial, weil jeder von unseren Kollegen hat andere Schwerpunkte und andere Eigenschaften.
00:10:18: Das ergänzt sich aber total gut vom Team hier und auch von dem was wir nach außen geben können oder mit den Leuten machen können.
00:10:25: Dann hatten wir letztes Jahr das Glück nochmal eine weitere Förderung draufsetzen zu können.
00:10:32: Damit konnten wir uns diese Räume hier oben leisten So dass wir jetzt auch noch so einen Büro im Beratungsraum haben.
00:10:39: Wir haben Sport und Kreativraum, ein Seminarraum als Seminarsport ist kombiniert und eine Küche.
00:10:45: Also hier sind auch Nachbarschaftskochen statt Kochen mit Kindern also ganz viele verschiedene Sachen.
00:10:51: Und ich finde das sind die Steps zwischen durch und kurz.
00:10:54: Ich will nicht das bezirksam vergessen weil die fördern mit einem anderen Förderprogramm.
00:11:00: Es ist schon sehr kompliziert an Geld zu kommen aber es lohnt sich.
00:11:05: Die fördern eben Begegnung.
00:11:07: Also das Thema Begegnung hier, über so ein Berliner Großsiedlungsfonds und ja darüber ist eben ganz viel auch an Freizeit entstanden und die Ausflüge kulinarische Weltreisen also sowas was größere Veranstaltungen sind mehrere Leute zusammenbringen oder feste Gruppen metabolieren sodass sich die Menschen nicht mehr alleine fühlen sondern wissen okay sie können hier zu uns kommen hier ist immer jemand Es haben sich Freundschaften entwickelt.
00:11:34: Das ist auch noch so.
00:11:35: was, das wir hängenbleiben.
00:11:36: Dass dann jemand kommt und sagt, na ja sie ist hier reingekommen und war alleine und hat hier viele Leute getroffen.
00:11:42: Und jetzt hat sie zwei Kennengern mit ihnen in den Urlaub gefahren.
00:11:45: Wow!
00:11:47: Sie hat für sich einen Umfeld gefunden, der auch Halt gibt nachdem der Mann verstorben ist.
00:11:53: Das finde ich schon großartig wenn wir da unterstützen können.
00:11:58: Ja, auf alle Fälle.
00:11:59: Weil halt also ich finde das auch mal wieder faszinierend Dass die leute auch anfangen untereinander auf sich zu gucken dass also praktisch auch gefragt wird wo ist frau her so und so dies heute nicht da oder Was ich nicht?
00:12:11: wir haben auf der straße gesehen dass das und das ist also wirklich dass sie halt mehr ja sich hier mit der siedlung Mit ihrem ort hier in auseinandersetzen Nicht nur mit dem ort hat auch mit den menschen hier wohnen und das finde ich halt auch noch einmal ganz Ganz schön.
00:12:28: die Entwicklung, die halt dadurch stattgefunden hat.
00:12:31: Es fühlt sich so ein bisschen an wie im früheren Dorfplatz entweder beim Friseur oder auf dem Markt.
00:12:37: Das gab immer so einen Punkt wo alles nicht getroffen war.
00:12:41: Ja also was wären wir gerne?
00:12:43: Genau aber wir sind ja schon gut dabei.
00:12:45: Ich finde auch das ist schon sehr nach Afi.
00:12:48: Das ist ja halt das Schöne, dass da einfach Leute vorbeikommen und sich da treffen erzählen und dann weiterlaufen.
00:12:55: Meint
00:12:55: ihr, dass das vielleicht auch ... es ist ja hier eine kleine Einkaufsinsel.
00:13:01: Dass das auch noch dazu beiträgt?
00:13:04: Dass man hier auch mehr miteinander verknüpfen kann, dann geh ich irgendwie noch
00:13:08: ... Ja auf alle Fälle weil das halt praktisch der Ort im Kiez ist wo die Leute halt auch ... Hingehen
00:13:14: müssen,
00:13:14: um Heid einzukaufen zum Arzt zu gehen und sich zutreffen.
00:13:19: Hier sind die Banken auch, wo sie Sicherheit hinsetzen können, generell Heid.
00:13:22: Und das ist einfach der Ortskern hier in der Region.
00:13:26: Daher ist es schon ... So, das ist halt
00:13:30: ein großes Fund hier.
00:13:31: Weil wie gesagt, hier kommen viele vorbei.
00:13:34: Auch die WBN müssen wir sagen, die unterstützen uns ja auch.
00:13:37: Wir haben die Räume von ihr.
00:13:40: Das ist eine
00:13:40: WBN?
00:13:41: Die WBM ist die Wohnungsbaugesellschaft und die Rheumepfamilie.
00:13:45: Und die hatten es auch erlaubt, Hochbete aufzustellen.
00:13:49: Die bepflanzen wir mit den Kindern von der Brandwerder Grundschule zum Beispiel immer.
00:13:54: Wir können draußen diese Veranstaltung machen, das ist erlaublich.
00:13:58: Sie haben uns die Bänke wieder schön gemacht damit die Leute da besser sitzen können.
00:14:02: Wir haben jetzt noch einen Keller bekommen um mal so ein Verlei-Börse hier einzurichten also ... Die kommen uns da schon sehr entgegen, das unterstützt auch viel.
00:14:15: Nicht zu vergessen unser Tauschfindnuss, der draußen vor der Tür steht...
00:14:20: Was ist mit dem Tausche?
00:14:22: Jetzt habt ihr beide das wie so eine ganz heiße
00:14:24: Wache formuliert!
00:14:27: Wir lieben unseren Tauschwindnuss weil er ist ein Hingucker.
00:14:31: also er ist bunt.
00:14:33: Also er ist eigentlich sautmetall, hat bunte Plexiglas-Scheiben und Türen.
00:14:37: Und es ist noch eine Bank dran damit man sich hinsetzen kann.
00:14:40: Da kann man Sachen, die noch gut sind, die man nicht mehr braucht reinstellen oder reinhängen als Glamotten sind und kann sich andere Sachen mitnehmen, die wir selber gebrauchen können.
00:14:50: Das ist total toll!
00:14:53: Weil ich hätte nie damit gerechnet wie gut ... Ich hatte gedacht, der wird angenommen.
00:14:56: ja im Zeitalter schwinden in Geldes und den Blick auch auf die Umwelt wusste ich ja schon, dass sie Menschen hier darauf achten.
00:15:04: Aber das ist wirklich jeden Tag!
00:15:07: Jeden Tag und mindestens alle zehn Minuten ist jemand an diesem Schrank guckt rein holt raus stellt rein oder Sie treffen sich da und dann unterhalten Sie sich auch oder setzen sich um die Ecke noch auf die Bank.
00:15:20: also der so einen Knotenpunkt hier geworden ist hätte nicht für möglich gehalten aber es ist wirklich fantastisch weil außerdem ihm auch noch so hübsch ist ein kleines Deko-Element.
00:15:30: Das ist ja fast so ein bisschen wie so'n Abendskalender.
00:15:34: Ich will wissen, was da drin ist!
00:15:37: Wahrscheinlich motiviert das die Menschen auch da hinzunehmen.
00:15:40: Dann vor allem Kinder aus der Brandwerder Grundschule haben ihr eigenes Fach da drin, in diesem Fitness und bringen halt ihre eigenen Sachen da rein zum Verschenken Und gucken natürlich auch mal was Neues wieder drinnen ist und nehmen es dann mit nach Hause.
00:15:54: Ob sich da immer die Eltern zu freuen weiß ich nicht, aber...
00:16:00: Das ist richtig, richtig schön.
00:16:03: Wie viel seid ihr denn?
00:16:04: Ihr habt schon angesprochen... das Team.
00:16:07: wie groß ist denn das Team?
00:16:11: Also wir haben ja drei Förderungen plus noch ein paar.
00:16:15: also noch ein kleines Geldtöpflein von der WBM-Stiftung mit dem wir auch noch Aktionen für die Nachbarschaft machen können und wir sind neun Neuen Personen mit unterschiedlichen Stundenanteilen, also von zwölf Stunden bis nach vollen Stelle ist alles dabei.
00:16:37: Und wir kooperieren noch mit der Schildkröte, das sind Träger und die haben über sechzehn i Stellen für Menschen, die schwer vermittelbar sind in Arbeit und da sind wir auch noch Einsatzsteller und haben darüber auch noch zwei Kollegen.
00:16:59: Habt ihr nur eine Verwaltungskraft?
00:17:01: Das muss man erst mal alles verwalten.
00:17:04: Na ja, wir haben eine Projektassistenz und wir haben auch eine Leitung.
00:17:12: Und dann gibt es natürlich übergeordnet im Gemeindlichen Verein, gab es noch eine Personalstelle, eine Geschäftsführung, eine Lohnbuchhaltung
00:17:20: usw.,
00:17:21: das gibt's ja alles noch übergeordnete Sicherheitsfachkraft und so.
00:17:26: Aber die waren jetzt nicht mit reingerechnet.
00:17:28: Ja, nur die Leute, die hier so unterwegs sind.
00:17:33: Und aus welchen beruflichen Bereichen kommen die Menschen?
00:17:38: Wir haben Menschen aus dem Friseurgewerbe... Nein!
00:17:43: Wie toll!
00:17:48: Wir haben jemanden, der kommt aus dem IT-Bereich.
00:17:52: Wir haben einen, der hat internationale Arbeit so was studiert.
00:17:57: Wir hatten jemand aus dem gemeindepädagogischen Bereich, Sozialarbeitersozialpädagoge, Kommunikationsstudio, Kindersprache
00:18:07: usw.,
00:18:07: wir haben ... wie nahm er noch?
00:18:14: Wir haben noch ein Student auf jeden Fall.
00:18:19: Ich glaube das war's oder?
00:18:22: Wir haben zwei Sozialarbeiter, Tamaras.
00:18:27: Das hat ja da auch schon ganz schön bunt aufgestellt.
00:18:30: wie toll!
00:18:31: Ja das ist.
00:18:32: aber man muss nicht denken es gibt zwei Sachen.
00:18:36: die eine Sache ist dass immer oder oftmals gedacht wird sie kann sagen ganze soziale Arbeit kann man über Ehrenamt machen wenn man Leute findet Aber das geht fachlich inhaltlich nicht weil auch ehrenamt braucht Betreuung und man kann die auch mit allen nicht belasten und überschütten.
00:18:49: Aber es ist eine wichtige Ergänzung für den Alltag.
00:18:53: Für diese Arbeit gibt es trotzdem Möglichkeiten, für Menschen als Quereinsteiger dazu zu kommen, wenn die so ein großes Herz haben wie die Mitarbeiter, die bei uns arbeiten und so dafür brennen was sie tun und so viel Wertschätzung und Respekt für die Menschen mitbringen.
00:19:10: Und dann ist das keine Frage von der Ausbildung in manchen Bereichen.
00:19:14: Das heißt,
00:19:14: von den Neuen sind wie viele Ehrenabklär?
00:19:18: Und den neuen ist kein Ernst.
00:19:19: Nein, ne?
00:19:20: Okay.
00:19:22: Die kommen noch dazu.
00:19:23: Genau!
00:19:24: Wow!
00:19:26: Was sind denn eure Lieblingsprojekte oder auch so rückblickend die mal so sehr berührend waren?
00:19:35: Gar nicht von der Wertung her sondern...
00:19:38: Also mein Schwerpunkt ist sowieso die Arbeit mit älteren Menschen und da hab ich halt die kulinarische Weltreise, die ist zwar generationsübergreifend aber doch überwiegend von älteren Menschen besucht, mit denen ich dann zusammenschnippel koche.
00:19:52: Wir haben immer jemand aus einem bestimmten Land, wo wir halt die kulinarische Weltrasse dementsprechend thematisch darstellen und der Tanz-Tee ... Oh, das ist mein
00:20:06: Tanz-Tee?
00:20:08: Tanz-tee ist dass wir uns treffen, Kaffee trinken.
00:20:13: Wir sind ein Musiker da, der macht Musik, die die Generation gerne hören möchte Und dementsprechend wird halt dann mit gesungen, geschunkelt und auch getanzt.
00:20:23: Also ich hab schon erlebt... Entweder
00:20:24: noch Kaffee-Käse?
00:20:25: War
00:20:26: das da...?
00:20:28: Jetzt müssten doch so diese Tischtelefone sein damit man sich noch ein bisschen daten kann!
00:20:32: Hallo!
00:20:34: Also ich habe schon erlebt dass Leute halt die vorher mit Prolater oder mit Bestock gekommen sind nachher ohne gegangen sind weil sie komplett vergessen haben dass sie das halt beiharten.
00:20:43: Da sieht man mal wie Endorphine, was die für Heilkräfte haben.
00:20:50: Oh, ist das schön!
00:20:52: Wie oft findet der Tanz-Tee statt?
00:20:55: Den haben wir momentan dreimal im Jahr und also gerade jetzt am Samstag haben wir wieder den Tanz-Tea an der Dorfkirche.
00:21:03: Den veranstalten wir halt an der Dorfkirchel aus dem Grund weil da eine riesengroße Fläche außen rings rum ist und da haben wir Platz uns auszutun.
00:21:14: Also es kommt wirklich aus Wetter drauf an, aber normalerweise so um die fünfzig Personen.
00:21:20: Da hat man ganz schön viel Platz, sich immer wieder so...
00:21:25: Genau wie gesagt also Tanzen mit Singen, Schunkeln und Bewegungstänze wo man halt so ein bisschen Animiertheit mitzumachen.
00:21:33: Das heißt es
00:21:33: gibt dann einen Tanzlehrer?
00:21:35: Nein das ist Zeit!
00:21:38: Wie gesagt Musiker da und ich sage immer Ich bin in die animatören halt vorne, die dann halt so'n bisschen anregt zum Mit Machen, mit Singen, mit Tanzen und mit Bewegen.
00:21:48: Und die die Polonäse anführt.
00:21:51: Genau!
00:21:54: Stimmt auch geil, da muss man den anschauen machen.
00:21:58: Was noch?
00:21:59: Was habt ihr noch für ... was sind deine Lieblingsprojekte?
00:22:02: Meine Lieblungsprojekten sind einmal die Ausflüge weil ich das total toll finde dass wir die Möglichkeit haben einen Bus zu mieten und mit den Menschen aus dem Gebiet rauszufahren, woanders hin uns was anzugucken.
00:22:17: Wo sie sonst nie hinkommen würden oder zumindest nicht bis sie es gern gelernt haben.
00:22:22: zum Beispiel fahren wir auch einmal mehr nach Warnemünde Und es gibt tatsächlich Menschen, die erst mehr noch nie gesehen haben und die total fasziniert sind davon und dann später vielleicht auch mit Zug hinfahren.
00:22:33: aber erstmal den Horizont zu eröffnen ist nötig und das macht schon ganz viel Spaß.
00:22:41: Also ich habe schon mal gesagt, wir sind reingefahren und dann sah man die AI da und der ganze Bus so wie AI da!
00:22:48: Das war so ein Highlight.
00:22:49: dieses Kreuzfahrtschef werden sofort umdrehen können und allen hätten gesagt es war ein toller Tag ohne dass sie einen Fuß auf den Bus gesetzt hätte.
00:22:58: Das ist schon faszinierend und die sind auch immer ausgebucht, haben immer Wartelisten.
00:23:03: und wir waren einmal am Weihnachtsmarkt in Lüppen Karnfahrt, da ist in diesem alten Dorf im Museumsdorf.
00:23:13: Da war ein Weihnachtsmarkt dort vorne und als wir dahin gefahren sind ... Wir mögen uns immer so eine bunte Mischung zu haben aus Familien, Senioren um da auch so ein bisschen Kontakte zu schaffen.
00:23:26: Und da hatten wir auch Menschen aus der Gemeinschaftsunterkunft dabei und ein paar Kinder.
00:23:33: und dann fing die Kinder an mit so Wort spielen und so, alle Buchstaben.
00:23:40: Man muss ein Wort sagen mit dem letzten Buchstammel Neues.
00:23:42: Woran zu Tiere und so.
00:23:44: Und dann ging das eine Weinung.
00:23:45: auf einmal machten immer mehr Leute mit auch die von der Unterkunft, ihre Deutschkenntnisse ist zum Schluss sogar der Busfahrer sich den Wort ausgedacht hat.
00:23:55: Das finde ich schon sowas was verbindet, was die Menschen untereinander verbindet.
00:24:00: und durch dieses gemeinsame Erlebnis haben sie auch ein Gesprächsthema wenn Sie sich wieder treffen Ja, und kennen die anderen schon vom Sehen und von den Kontakten.
00:24:10: Und dann kommt man leicht ins Gespräch oder man sieht ein nettes Gesicht wenn man durch den Stadtteil läuft und lächelt hin, lächeln zurück.
00:24:17: Ich finde das macht eine gute Verbesserung so von der Gemeinschaftskualität hier aus.
00:24:23: Das ist mein eines Lieblingsprojekts und war man sich natürlich tolle Orte ausdenken kann.
00:24:28: Die Leute kennen ganz viele supertolle Orten.
00:24:31: Inzwischen haben wir eine ehrenamtliche Lehrerin.
00:24:35: Die sucht sich immer ganz spezielle Orte aus mit ganz speziellen Themen.
00:24:39: Dieses Jahr waren wir in Linnum und dann hat sie eine Dozentin gefunden, die dort etwas zu Moor macht und was man aus dem Moor essen kann und welche Pflanzen.
00:24:49: Dann gab es da ein Buffet und es gab noch ne Wanderung und Storschen gucken durchs Dorf also irgendeine ganz irre Sachen, die sie dann immer so auch mitbringt.
00:25:00: Dass man sowas umsetzen kann bringt dann noch Kinder von der Schule mit.
00:25:04: Die haben dann einen kleinen Input gegeben.
00:25:06: Die waren dann Außerirdische und haben was zu dem Thema erzählt.
00:25:10: Und das sind schon so Sachen ... die ich als extrem bereichernd für hier aber auch für mich selber erlebe.
00:25:18: Weil mein zweites Lieblingsthema ist natürlich Generationsübergreifen.
00:25:22: Wir machen viel mit Herr Brandt Werder Grundschule zusammen Und die kommen dann her und damit gebastelt, gekocht gespielt.
00:25:30: Und zweimal im Jahr machen wir ja zum Generationen singen was übrigens nicht unsere Idee war.
00:25:35: Wir hatten einmal einen Singen hier und da waren die Senioren auch dabei und sie haben ... Die Kinder hatten so viel Spaß daran dass sie wirklich zu ihrer Lehrerin gesagt haben als sie gefraht hat so nach dem was ihr jetzt zur nächsten Zeit mal machen wollen.
00:25:48: sie wollten wieder singen Und dann haben wir draußen gesungen und die Ärzte haben die Fenster aufgemacht.
00:25:56: Wir haben später zurückgemerlt, dass sie das so schön finden.
00:25:59: Die Leute, die vorbeikommen sind stehen geblieben.
00:26:02: Dann haben sie noch hier mit Christiane angefangen zu tanzen, dann die Kinder, die Senioren ... Musiker haben wir natürlich immer da rein.
00:26:09: Das ist schon so was, wo man denkt, ja, so kann Gemeinschaft auch aussehen.
00:26:12: Auch wenn ich alleine bin, wenn es eine Großraumsiedlung ist.
00:26:16: Aber trotzdem kann ich das auch erfahren in der Leben.
00:26:19: Boah, das klingt so schön.
00:26:22: Meinen, das ist euer Job!
00:26:25: Ja kann man eigentlich werden, ne?
00:26:28: Wenn die ganzen Abrechnungen und Berichte nicht mehr kommen.
00:26:32: Kommt ein bisschen Salz muss da schon drin sein in dieser Schöne.
00:26:38: Ja das stimmt also wie gesagt diese ganzen Administrativen Sachen sind superauffällig aber man sieht dass dabei rauskommt und es motiviert.
00:26:48: Darf ich zu ziehen
00:26:49: auch Ja,
00:26:51: den Geschirrspüler auszuräumen.
00:26:53: Am schönsten mein Geschäft zu haben!
00:26:55: Genau, dank unserer Gelder letztes Jahr und dem neuen Römer haben wir jetzt auch ein neues Geschirrt.
00:27:03: Was sind noch eure weiteren Visionen?
00:27:05: Jetzt woher?
00:27:05: auch mit den neuen Räumen?
00:27:07: Und dann knallt es ja im Kopf mit ganz vielen wie Popcorn an neuen Ideen...
00:27:15: Also an Ideen mangelt's uns überhaupt
00:27:17: nicht.
00:27:18: Manchmal noch so ein bisschen an paar Möglichkeiten.
00:27:21: Also ich meine, es würde später in unserem Begegnungszentrum werden wir eine Theater-Saal haben.
00:27:26: Was da erst mal noch möglich ist am Veranstaltung Theater, Chor, Musikkonzerte ... Wenn man das wegräumt kann man auch ein anderes Sport-Eventer machen.
00:27:37: also das wird auch nochmal richtig großartig.
00:27:41: und für hier wünsche mir auch noch ganz viele Neue Nachbarn, die kommen und Ideen mit einbringen.
00:27:47: Und noch neue Ideen verwirklichen.
00:27:50: Wir haben jetzt auch die Kreativwerkstatt.
00:27:52: Wir sind richtig gut aufgestellt um viele tolle Sachen zu entwickeln.
00:27:58: Wir wollen wieder einen Kunsthandwerkermarkt machen so mit selber, mit Pflanzen tausch.
00:28:03: Also wie Popcorn ist schon super!
00:28:06: Man kriegt vielleicht mal ... Man muss nur aufpassen und kriegt mal Magenschmerzen.
00:28:11: Oder es quillt aus dem Topf drüber, weil man sich überschätzt hat!
00:28:16: Ja genau.
00:28:18: Ich hab ja auch gesehen hier gibt's auch Sportmatten?
00:28:22: Genau, ihr findet halt einmal in einer Woche oben Yoga statt.
00:28:26: So richtig Yoga aufm Boden wobei wir halt ja unten im starken Treff halt Montags Stuhl-Joga haben für die ältere Generation Und das wird alles super gut angenommen.
00:28:38: Also wir haben vier, die drei Kurse jetzt von dem Stuhljogger hintereinander weg Montags.
00:28:43: Damit wir halt ja mit Darfheit auch decken können.
00:28:48: Und wie kommt ihr mit diesen... also wie übersetzt ihr dieses Multikulturelle?
00:28:54: Mit den Sprachen?
00:28:55: Weil habt ihr vorhin auch gesagt, das ist mit dem Kochen und wie geht es dann sprachlich?
00:29:02: Joa oft mithin und Füßen mit Zeigen, mit Erklärung Genau.
00:29:07: Bisschen Deutsch, bisschen Englisch manchmal zwischen Deich... Also das geht immer ganz gut aber am meisten Zeit mit Händen, Füßen, Gestik und...
00:29:16: Oder habt ihr dann auch welche dabei die dann übersetzen?
00:29:20: Wir haben Kollegen der Spanisch spricht, Kolumbianisch wir haben also Dialekt quasi um Spanich Und wir haben türkische Muttersprachlerinnen, wir haben englisch Französisch ein bisschen schon
00:29:37: gut aufgestellt.
00:29:40: Und wir haben nichts zu vergessen, wir haben ein Newsletter wo immer aber nicht nur unsere Sachen reinkommt sondern generell was im Stadtteil los ist.
00:29:48: Den finde ich auch noch toll den kann man abonnieren bei uns über newsletter at gwv-herstraße.de und dann kriegt mal den jeden Monat automatisch zugeschickt.
00:30:00: und da weiß man immer was in diesem Monat los ist von uns vom Wennprojekt von den Kitas.
00:30:08: Also das ist mir auch noch wichtig, dass es übergreifend ist.
00:30:11: Weil's geht auch darum mit den anderen Trägern gut zusammenzuarbeiten im Sinne so von einer gemeinsamen Strategie und Förderung für alle Leute hier und den Stadtteil.
00:30:23: Ja, weil ich denke mal, da gibt ja auch ganz viele Familienzentren drin.
00:30:26: also mit den Angeboten euch da immer wieder abzusprechen, dass vielleicht nicht zu viel sich doppelt oder irgendwie was fehlt wie macht ihr das?
00:30:36: Wir sind Stadtteilzentrum, das heißt wir sind für die gesamte Nachbarschaft da.
00:30:41: Haben mit der Kooperation mit Schulen natürlich auch was für Kinder oder einen Kreativnachmittag auch mit Kindern.
00:30:47: Oder machen mit Kitas mal in Kooperation aber wir sind nicht ... unsere Zielgruppe ist nicht vorwiegend Familien Das ist die Hermine, dieses Paarhäuser weiter Familienzentrum Hermine über der Pizzeria und mit denen sprechen wir uns ab.
00:31:02: Mit denen?
00:31:02: Okay
00:31:03: Und machen halt auch gemeinsam Veranstaltungen hier vor Ort
00:31:05: Mhm.
00:31:07: Zum Beispiel die lange Frühstückstafel und wir haben am dreißigsten Juni hier ein Generationsfamilienkochen mit vielen Akteuren aus der Gegenteil zusammen, unter anderem mit dem Familienzentrum Hermine ... Mit einer Nachbarschaftskochgruppe hier ausm Haus.
00:31:26: Und da freuen wir uns schon drauf.
00:31:28: Falls jemand Lust hat, mitzumachen, kann er gerne vorbeikommen.
00:31:31: Die Große
00:31:32: ist denn eure Küche?
00:31:34: Na, du hast sie ja eben gesehen.
00:31:36: In dieser Küche?
00:31:38: Nein!
00:31:39: Ja in dieser und unten, die ist ungefähr genauso groß ... Aber dann wird hier im Raum ein Tisch gestellt und geschnippelt.
00:31:46: Ah, und dann ist da drüben ein großer
00:31:48: Topf.
00:31:49: Genau, wir haben gedacht, wenn das Wetter halt ... hoffen wir ja, dass es damit spielt, stellen wir auch noch Tische raus in die Lahnzeile.
00:31:55: Wir haben auch Induktionskochplatten.
00:31:57: Und dann wird das Kochen nach draußen verlegt ist gleich wieder ein schönes Bild für die Gemeinschaft und für die Menschen, die einfach vorbeikommen.
00:32:08: Ist ein Land!
00:32:09: Und nachher kann man sich auch nur damit zusetzen wenn wir da essen.
00:32:15: Toll das heißt aber was macht ihr dann im
00:32:19: Winter?
00:32:20: Der Tisch wie gesagt wenn ich gerade schneel also wenn es nicht gerade regnet steht der Tisch dann ein bisschen dichter an unseren Schaufenster gerückt aber er bleibt trotzdem draußen weil ja auch im winter dann setzen sie sich vielleicht noch nicht stehen sie vielleicht oder kommen eher rein, aber das Angebot hat solches muss schon stehen bleiben.
00:32:37: Und im Winter für die kulinarischen Weltreise dürfen wir oder machen wir in Kooperation mit der Gemeinde und dann gehen wir in die Dorfkirche dort und machen diese großen Veranstaltungen dort.
00:32:50: Und alles andere versuchen wir hier schon zu organisieren.
00:32:54: Da müssen wir halt den Schiebenen räumen und Platz schaffen, wenn der Regel passt ist.
00:32:59: Bis jetzt haben wir es immer einigermaßen alles hingekriegt!
00:33:03: Und ich sehe auch, ihr habt ja euer Wochenprogramm hier ausgebreitet und der sieht gut bestückt aus.
00:33:13: Gibt es dann auch Wochenenden oder ist das von Montag bis Freitag?
00:33:18: Nee wir haben am Wochenende tatsächlich jede Woche drei Sturzprophylaxekurse.
00:33:25: Was sind Sturz-Pofilaxe?
00:33:26: Das
00:33:27: ist ein Sportlehrer und der trainiert mit den Menschen, dass sie mehr Gleichgewicht zu sehen.
00:33:34: Wow!
00:33:34: Okay... Das sind nicht leicht Stürzen, die Muskeln noch so zu kräftigen.
00:33:38: Gerade Körper Mitte ist ja dafür auch wichtig.
00:33:40: oder die Füße nochmal hochzuheben.
00:33:43: Also das sind drei Kurse, weil da viel Bedarf besteht.
00:33:47: Yoga ist am Anfang...
00:33:48: Drei Mal hintereinander?
00:33:49: Drei mal hintereinander für drei verschiedene Gruppen.
00:33:51: Dann haben wir Yoga Also in den neuen Räumen oben.
00:33:56: Es gibt einmal bis zweimal im Monat so eine Müllaktion, wo sich Nachbarn kräft und wir haben ...
00:34:04: Die Ausflüge finden überwiegend auch am Wochenende statt, also Samstags damit halt die Familienheit und die Berufstätien die Möglichkeit haben dann mitzukommen.
00:34:14: Und ist es an den Wochenenden ausflügen mit Übernachtung?
00:34:18: morgens um vier Uhr dreißig los?
00:34:21: Nein, es sind halt Tagesausflüge.
00:34:22: Also meistens geht's so, sag ich mal zwischen halb neun und zehn Uhr los... ...und abends sind wir halt so gegen neunzehn Uhr ungefähr wieder zurück.
00:34:29: Aber wann im Münde?
00:34:31: Bei einem Mündel gehts früher los, da geht's schon so um halb acht oder was.
00:34:35: Hätte ich jetzt gedacht noch früher!
00:34:36: Wir haben also wir versuchen uns ein bisschen nicht ganz lange Touren auszusuchen aber bei einem Münde ist so ein Highlights können wir nicht rausnehmen.
00:34:45: Da verstehen die Leute, dann war auch gerne früher auf.
00:34:49: Da war auch eine Dame, die krank ist mit der Lunge und schlecht Luft bekommt.
00:34:54: Und sie hat gesagt, Sie wollte einmal noch ans Meer!
00:34:59: Dann hatte sie dadurch die Möglichkeit ... Die war so dankbar, es war so rührend echt, das war so schön.
00:35:06: Also, es hat sich echt gelohnt.
00:35:10: Er erlebt hier bestimmt so viele berührende Geschichten?
00:35:15: Und Weihnachtsmarkt habt ihr auch ... angesprochen, dass ihr für einen Werks-, oder ihr macht deinen Weihnachtsmarkt?
00:35:22: Na zumindest in der Adventszeit wollen wir wieder ein Handwerker-Kreativmarktheit.
00:35:27: Hier in der Lahnzeile Direktzeit anbieten
00:35:29: und handwerker kreativ das wird dann vorher hergestellt.
00:35:32: oder kommen dann Menschen hierher und bieten dann Ihr Handwerk an Oder ist es von euch?
00:35:39: Also beides also genau.
00:35:42: überwiegend sind Akteure aus der Region hier die eigenes Handwerk halt vorstellen Zum Teil halt auch, dass sie hier direkt vor Ort produzieren.
00:35:51: Wir hatten am letzten Mal eine Töpferin mit ihrer Töpferscheibe, die auf dem Markt mit bei war und ansonsten wie gesagt Akteure aus der Region, die ihr Handwerk mitnähen und stricken.
00:36:04: Und dieses Gipsgießen ...
00:36:08: Mhm.
00:36:11: Ja, Bastelaktion, Bastelnkarten und alles mögliche Kunterbund durcheinander.
00:36:17: Kinder, die halt was herstellen und das dann hier zum Verkauf anbieten.
00:36:23: Genau!
00:36:25: Und warum sagt ihr Ihr seid nicht ganz so familie?
00:36:27: Ihr seid ja bundaufgestellt ... Kinder, Familien, Elternmenschen...
00:36:35: Ja schon wir sind generationsübergreffend aufgestellt aber so ein Familienzentrum hat halt den Schwerpunkt familiiert.
00:36:40: Wirklich, dann Familie.
00:36:42: Ihr dürft alles.
00:36:44: Bei Familie gehört zwar die Oma und so dazu, aber hier gibt es eben auch viele Omas.
00:36:51: Wo die Kinder nicht in der Nähe wohnen und weiter wegwohnen entweder irgendwo anders in Deutschland oder in ganz anderen Ländern.
00:36:58: Und wo wenig Kontakt besteht was ja auch wieder diese Einsamkeit auslöst.
00:37:02: Die dürfen hier ohne Kinder herkommen weil wir übergreift sind und wirklich für die ganze Nachbarschaft ein Angebot machen dürfen.
00:37:12: Und was findet man bei euch?
00:37:14: definitiv nicht?
00:37:15: Die Grenzfrage hatte ich schon mal.
00:37:18: Es ist total schwer, sich hier Grenzen vorzustellen.
00:37:22: Auch schön dass ihr sagt wir können so grenzenlos sein!
00:37:25: Ich möchte mir gar keine Grenzen vorstellen.
00:37:28: Nein und wenn dann werden sie eingerissen...
00:37:32: Also ich denke mal wir haben alle wahrscheinlich finanzielle Grenzen, Ressourcengrenzen ja Wäumliche
00:37:38: Grenzen, also von der Räumlichkeit her.
00:37:41: Das ist klar?
00:37:42: Inhaltlich!
00:37:44: Er hat schon gesagt ihr seid jetzt nicht speziell Familie, er dürft alles.
00:37:51: Weil ihr habt ja wirklich... Dadurch ist es so bunt.
00:37:54: was habt ihr euch denn für eigene Grenzen gesetzt?
00:37:58: Dass man sagt nee da müssen wir doch irgendwo filtern weil ihr habt nur sieben Tage von morgens bis abends.
00:38:06: Ja, also was wir sehen ist dass es auch einen Bedarf gibt für Menschen mit psychischen Erkrankungen und je nach Erkrankungsgrad können wir das auch tatsächlich nicht mehr leisten.
00:38:19: Das wäre eine Grenze weil es dann auch nicht mehr vereinbar ist mit den anderen Menschen die da sind.
00:38:24: Da gab es auch schon entsprechende Situationen und ja dafür sind wir auch fachlich genug ausgebildet und vor allem muss man auch die Gesamtsituation berücksichtigen.
00:38:38: Und da müssen wir dann wirklich mal sagen, okay das geht hier leider nicht.
00:38:44: Wie oft kam dir schon so eine Situation?
00:38:46: Auch schon öfters.
00:38:49: Waren doch halt schon ein paar Situationen wo wir ja auch ins Gespräch gehen mussten mit den Menschen.
00:38:57: Ansonst habt ihr fällt euch noch was ein wo ihr sagt, da können wir nicht rüber Oder das Angebot würden wir nicht bei uns mit reinnehmen?
00:39:11: Weil ihr bekommt ja bestimmt auch viele Inspiration, Ideen.
00:39:15: Wann müsst ihr nein sagen?
00:39:17: Wir würden auf jeden Fall nein sagen wenn es irgendwie eine Art von Diskriminierung ist, von Rassismus ist, wenn es demokratiefeindlich ist.
00:39:29: Wenn es gegen die Wertschätzung anderer Menschen geht und wenn es respektlos ist.
00:39:35: also das sind schon Sachen Die sehen wir als Grund.
00:39:43: Das geht hier nicht, weil wir unsere Hausregeln sagen, wir sind offen für alle.
00:39:49: Wir machen keine Unterschiede und das darf auch nicht verletzt werden vom Besuchern.
00:39:57: Habt ihr zum Beispiel auch Angebote für queere Menschen?
00:40:01: Dass es vielleicht auch so eine geschützte Gruppe sein könnte oder gibt's überhaupt den Bedarf dafür?
00:40:07: Wir haben den Bedarf hier noch nicht gesehen, was nicht heißt, dass es ihn nicht gibt.
00:40:11: Aber würde jemand auch uns zukommen und sagen ich würde mich gerne ... wir würden uns gerne treffen, könnten mir natürlich dafür auch den Raum zur Verfügung stellen?
00:40:19: Also wir freuen uns über Bürger-Nachbarn hierherkommen und sagen, wir wollen etwas machen.
00:40:25: Ja, wir wollten was zusammenmachen.
00:40:27: Wir sind eine Gruppe also jederzeit gerne.
00:40:31: Aber wir haben jetzt nicht ... den Bedarf festgestellt selber noch nicht und noch keine Kontakte dementsprechend.
00:40:36: Aber wenn der Bedarf besteht, werden wir das auf jeden Fall befürworten oder unterstützen auch mit Gruppengründung oder Mitwerbung dafür?
00:40:46: Oder wie die Menschen, die es dann umsetzen möchten... Das muss man ja mit ihnen zusammen machen, dass sie sich begleiten und lassen es natürlich in ihrer Hand.
00:40:58: Es ist ganz schön schön so grenzlos unterwegs zu sein!
00:41:05: Das könnte man fast dann auch genau so stehen lassen.
00:41:10: Treffpunktstarken ist so stark, weil es grenzenlos ist.
00:41:15: Könnte fast ein neuer Slogan werden.
00:41:19: Ja, hört's gut an!
00:41:20: Dann können wir mitgehen.
00:41:23: Dann danke ich euch für das Aufzeigen wer ihr seid und ich bin gespannt wie die Menschen da draußen das umsetzen und was jetzt nach so einer Podcast-Folge entsteht.
00:41:39: Ja, wir freuen uns über jeden der uns hier besuchen kommt und uns persönlich kennenlernen möchte.
00:41:43: Genau!
00:41:44: Herzlich willkommen bei uns im starken Kräfer am Brunnsbettler Damm.
00:41:48: Herzlich Willkommen.
Neuer Kommentar