#29 - Kiosk Aller.Hand.Arbeit – Manchmal reicht ein Mensch, der an uns glaubt.
Shownotes
Heute zu Gast: Katayun Pirdawari vom Kiosk Aller.Hand.Arbeit der Schildkröte Berlin.
Und ehrlich gesagt:
Ich hatte nach diesem Gespräch das Gefühl, einer Liebeserklärung zugehört zu haben.
Einer Liebeserklärung an Frauen.
An ihre Stärke.
An ihren Mut.
An ihre Fähigkeiten.
Und an die vielen Wege, die sie jeden Tag gehen.
Katayun spricht nicht darüber, was Menschen fehlt.
Sie spricht darüber, was bereits da ist.
Über Talente.
Über Möglichkeiten.
Über Selbstvertrauen.
Und darüber, wie viel entstehen kann, wenn jemand an einen glaubt, bevor man selbst wieder daran glauben kann.
Eine Folge über Frauen, Arbeit, Chancen und Würde.
Und über eine Frau, die jeden Tag das Potenzial in anderen Menschen sieht.
Kiezgeflüster – Starkes aus Staaken.
Wo Menschen erzählen –
und genau darin etwas Starkes entsteht.
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Der Podcast Kiezgeflüster – Starkes aus Staaken ist ein Projekt des
IGZ NestWerk-Staaken und wird gefördert aus Mitteln des
„Landesprogramms Integrierte Gesundheitszentren“
der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.
Transkript anzeigen
00:00:04: Willkommen bei Starkes aus Starken.
00:00:07: Dieser Podcast ist für alle die mitten im Chaos weiteratmen, für alle, die sich was trauen, obwohl sie Angst haben.
00:00:16: Wir reden über Wege, die es offiziell nicht gibt und über Kraftquellen, die man nur findet wenn man wirklich hinschaut – im Körper, im Inneren und im Miteinander.
00:00:28: Starkes Ausstarken!
00:00:30: Echt, beruhigend und berührend.
00:00:35: Herzlich willkommen zu unserer nächsten Podcast.
00:00:39: Und heute habe ich mal wieder eine tolle Gästin dabei und ich möchte gerne von ihr ganz, ganz viel wissen.
00:00:50: Denn hier kriegen wir gerade etwas aus aller Hand und so heißt es tatsächlich auch Kiosk aller Handarbeit!
00:01:00: Die Gästen hat hier ne gute Alleinherschaft oder?
00:01:05: Bist du hier doch schon Das führende Federlein, oder?
00:01:10: Ja.
00:01:10: Führende Federleine ... Okay, damit kann ich leben!
00:01:14: Aber
00:01:14: Herrscher, das ist ... Dann aber Herrscherin.
00:01:17: Natürlich,
00:01:18: natürlich.
00:01:19: Ist ein Frauprojekt.
00:01:20: Ja, ja,
00:01:22: das stimmt.
00:01:22: Wir haben hier die Königin.
00:01:24: Jaa, genau.
00:01:26: Aber alle, alle.
00:01:27: Genau.
00:01:28: Kann man den sagen?
00:01:29: Stimmt, dafür haben wir noch nicht ein gutes Genderwort.
00:01:32: Die Herrschaft, dann müsste man ja sagen... Die Darmenschaft?
00:01:38: Nein, die Frauenschaft.
00:01:40: Genau!
00:01:40: Also Frauenschaft
00:01:42: ist sehr ... Ich
00:01:43: hab' die Frauschaft, genau.
00:01:45: Ja, genau!
00:01:46: Das ist gut, das gefällt mir.
00:01:48: Also Königin...
00:01:51: Oh, na!
00:01:52: Stell dich vor, erzähl, wer du bist und über was wir heute sprechen werden.
00:01:57: Also ich heiße Katerium Piravari.
00:02:00: Das ist schon mal
00:02:01: ein so gigantischer Name.
00:02:04: Und für die meisten halt Kathi Bei Caterion kann auch manchmal ... In Bayern ist es ganz schwierig, das auszusprechen.
00:02:12: Katrouillons oder so.
00:02:14: Oder dachte ich nee, also Bullions oder so bin ich nicht?
00:02:17: Also bleib mal bei Carti und Catty oder Catty mit den Persen.
00:02:21: Obwohl das aber schade ist, weil dieser Name ja einfach ein so schöneres ... Das ist ja schon wie eine Melodie, das ist der schon wie ein Songtitel!
00:02:27: Ich danke
00:02:28: dir!
00:02:29: Und denen eigentlich aussprechen zu können gibt's schon ganz viel, finde ich Machtgefühl.
00:02:34: Also diesen so sprechen zu können.
00:02:37: Und den Namen, der darf eigentlich gar nicht gekürzt werden?
00:02:41: Also wer mich wirklich kennt und mag, sagt auch Katharine.
00:02:44: Aber ich erinnere mich noch die Eltern haben, wenn sie sich aufgeregt haben.
00:02:48: Nicht gesagt, Kathi komm her, sondern Katharion komm her.
00:02:51: Dann muss ich ... oh da ist was schief gelaufen!
00:02:54: Ich freu mich also, ich belasse das den Leuten.
00:02:57: Ich will auch niemanden überfordern.
00:02:59: Ich hab so viele tolle Frauen aus Afrika und überall, die auch Namen haben wo ich Probleme habe.
00:03:06: Ich muss wirklich sagen, ich kann so nie rauszubringen.
00:03:09: Aber gut, also Kathi oder Kärtheun aus Starkn ... Also, äh, ich bin gebürtige Iranerin und lebe seit sieben Siebzig hier.
00:03:22: Und ja, ich hab viele, viele, also ich bin Schützer.
00:03:26: Und das ist ja bekannt bei Schützen, dass die so viel Berufe erlernt haben.
00:03:34: dann doch noch studiert haben, habe ich über die zweite Bildungswege oder so.
00:03:38: Also bei mir war der Weg tatsächlich, dass ich mit vierzehn Jahren bin und ich betrachte das als ein absolutes Glücksfall.
00:03:48: also ich bin so ... Ich würde sagen, ich liebe dieses Land und ich hab's immer geliebt.
00:03:53: Ich erinnere mich noch am Flughafen da, wie ich ausgestiegen bin und jemand hat gehubt.
00:04:00: Dann komme ich nach Hause und sehe einen Film von Peter Alexander.
00:04:14: Ich war von Anfang an begeistert von diesem Land.
00:04:17: Aber ich war auch sehr begeisterd, was ich auch meinen Frauen im Frauenprojekt ... äh, wenn ich führe ... Herrscher als Frausche-Frausche.
00:04:31: Ähm... dem Frauen auch beibringen will, dass da alle Chancen wirklich offen sind und man muss einfach nur nutzen.
00:04:38: Das hab ich halt gemacht.
00:04:40: Ich bin mit vierzehn hier nach Deutschland gezogen zu meiner Mutter- und Stiefvater im Frankfurter Gegend, also Hofheim-Tonus.
00:04:50: Und habe gewusst so das ist die Chance.
00:04:53: Iran war keine Chance für mich.
00:04:55: Das war kurz vor der Revolution.
00:04:56: Es war klar, dass sie mich kriegen.
00:04:58: Ich war rebellisch ... Und dass es mir schaden wird, wenn ich da bleibe.
00:05:03: Daraufhin hat sich dann mein Vater mit meiner Mutter geeinigt, dass ich
00:05:06: herkomme.".
00:05:09: Ja und dann kam ich hierher ... Ich war übrigens auch ganz schlecht in der Schule, in Iran.
00:05:13: Ich war einfach, ich wusste nicht wohin.
00:05:15: Dann kam ich ja her und wusste wohin?
00:05:18: Mit Anfangsschwierigkeiten, ich würde sagen ohne Sprache und alles war ein Jahr lang für mich ganz schwierig.
00:05:25: Da hat mein Vater mich auch an eine katholische Grundschule geschickt Und da wurde ich gefeuert, weil ich angeblich den Fahrer beleidigt habe.
00:05:34: Ich hab ihn nicht beleidig, aber ich hab manches nicht verstanden, was er von mir wollte.
00:05:38: Da wurde also normale Mittlereife gemacht und dann eine Ausbildung als Hotelfachfrau später gewechselt zur Reiseverkehr ... und Abi nachgeholt und letztendlich Iranistikpolitik und Erziehungswissenschaften studiert.
00:05:56: Ja.
00:05:57: Mein Lebensunterhalt ist durch Erziehungswissenschaften, in dem ich hier dieses Projekt habe und mehr oder weniger nicht nur erwachsene Bildung ausübe sondern auch soziale Arbeit betreibe.
00:06:17: Ja es ist so... Ich hab dann nach einem Studium natürlich kein Job als Iranistin gehabt Es gibt ja nur einer Stelle, als Iranisting an der FU.
00:06:29: Und die Frau ist so alt wie ich, weil ich einen Halter studiert hab und die hatte auch nicht vor ihren Job zu verlassen im wissenschaftlichen Bereich.
00:06:37: Uns war Frauenpolitik, das war meine Stärke.
00:06:40: Mhm.
00:06:43: Ja dann habe ich gesagt was mache ich?
00:06:44: Dann war ich Arbeitsvermindlerin in den Jobcenter zwei Jahre.
00:06:49: Danach bin ich durch die Träger gelaufen.
00:06:52: Seither bin ich ... in Jobcoaching- und sozialen Bereichen beschäftigt.
00:06:59: Und dann möchte ich bei Schildkröte gehen, SHildkrötte ist ein Träger in Berlin.
00:07:03: die bieten Tausend Sachen.
00:07:05: also sie bieten nicht nur Essen für Kitas oder Grundschulen sondern auch Bildungsarbeit Sprachschulen Jobcoachung Schulbegleitung und halt auch Soziale Arbeit.
00:07:22: Und ich war damals Jobcoach, da hat meine damalige Geschäftsführerin mich gefragt.
00:07:27: Sag mal, wirst du nicht im starken Spandau so'n kleinen Projekt leiten?
00:07:33: Im starken, spandau... Ich erst einmal gegubbelt, wo ist ein Starkenspandau?
00:07:38: Ja, ich auch nicht so oft.
00:07:42: Habe ich erst mal gegubkelt und ich bin ja sozusagen auf den Kopf gefahren, bin dann nach hier hergefahren und alles... hochhäusern.
00:07:52: Ich hab hier lichtenmerkt, dann bin ich hier vorbeigekommen und habe diesen Laden gesehen.
00:07:59: Also jetzt im Moment ist mein Laden total bunt, würde ich sagen.
00:08:04: Da hängen überall Luftballons
00:08:05: ... Ja, das stimmt!
00:08:07: Regenbogenfahne, lauter Schilder auch antirassistische Sprüche da ist was geheckelt
00:08:15: usw.,
00:08:15: aber da war nichts her.
00:08:16: Das war wie so ein...
00:08:18: Wann war das?
00:08:19: Das war vor zwölf Jahren, also ... two-thousand ... vierzehn.
00:08:26: Mhm!
00:08:28: Und ich sollte hier ein Frauenprojekt aufziehen und dieses Frauenprojekt war abgesprochen mit der Quartiersmanagement.
00:08:34: Die wollten das finanzieren.
00:08:36: Also sozusagen vier Stunden Beratung.
00:08:39: Und irgendwie sechs Stunden Seniorenarbeit so.
00:08:42: So, das war der Laden dafür.
00:08:45: Also komme ich hierher und da war nix.
00:08:49: Also, hier war vorher gar nichts für alle Zuhörer.
00:08:51: Wir sind nämlich hier gerade mittendrin!
00:08:53: Ja genau wir sitzen jetzt auch und da war hier einfach ein leerer Raum.
00:09:00: also da hätte auch hier jetzt der Hausmeister sitzen können oder vielleicht sogar keine Ahnung, das ist Senioren-Häkelgruppe die wir dann auch gemacht haben.
00:09:10: Irgendwas haben wir so ... Die Community kam zu uns, also die Frauen kamen hier rein.
00:09:16: was soll das hier werden?
00:09:20: Und wir hatten ehrlich gesagt nur ein Schild von Schildkröten dahin, mehr nicht.
00:09:27: Dann habe ich gesagt ja was wollt ihr?
00:09:30: Also ich hab ehrlich gesagt das Projekt nur befürwortet weil ich schon diese Modewort Einsamkeitsbewältigung seit Jahren befürworte.
00:09:40: also ich will nicht dass jemand einsam ist.
00:09:42: darum geht es mir darum ging's mir immer.
00:09:46: Ich habe gesagt, wir machen das hier was dir guttut.
00:09:49: Was was wollt ihr?
00:09:50: Und ich selber mache Beratung und so.
00:09:53: und dann haben wir noch jemanden gefunden die da hier die Senioren betreut und da haben sie einfach hier Kaffeklatsch gemacht und sie rumgefahren usw.
00:10:03: Jedenfalls ist aus dieser eine Frau plötzlich Afrikanerin.
00:10:07: mittlerweile nach zwölf Jahren sind das nun weiß nicht vierhundert Frauen aus der Gegend, egal was sie haben zu uns kommen.
00:10:16: Wenn die Fragen haben ... Natürlich können wir nicht alle betreuen, aber die sind so auf ein Lebenslevel, dass sie auch bei Terminierung ein paar Wochen warten können.
00:10:27: Ja und was ist die Einsamkeitsbewältigung?
00:10:29: Das ist jetzt Sozialberatung.
00:10:30: Wir müssen eine Einsamkesbewältigungen anbelangt.
00:10:34: Da mal überlegt, was wir so anbieten.
00:10:36: Also wir bieten einfach sehr viele offene Frauengruppen an.
00:10:41: Seniorinnen, wir haben seit langen Mutter.
00:10:44: Alleine ziehen der Mütter hier gehabt die mit ihren Kindern hier saßen.
00:10:49: Wir kooperieren mit sehr vielen anderen Projekten.
00:10:52: das heißt wenn hier nichts los ist ich weiß noch early birds hat hier schon mal gesessen weil sie keine Büros hatten.
00:10:59: stop hat ihr schon besessen weil die keine Bürose hatten natürlich zu den Zeiten an dem Ich selber nicht da bin und meine offene braun Gruppen auch nicht Weil wir haben nur diesen einen Raum.
00:11:10: Gut, also es lief sofort an.
00:11:12: Es lief super an.
00:11:14: Also ich bin ganz froh, dass ich ... dass ich irgendwie Reiseverkehrskaufrauch gelernt habe, weil ich konnte verkaufen.
00:11:23: Ich konnte sozusagen es verkaufen gut verkaufen, das man nicht vereinsamen muss und Probleme haben muss.
00:11:32: Man kann natürlich Probleme auch wiederholen, wo ich dann nicht dafür bin.
00:11:37: Aber man muss nicht Probleme haben, man kriegt hier Hilfe und Bildung.
00:11:41: Man kann die Kinder sozusagen so gut wie möglich betreuen.
00:11:45: Es gibt genug Projekte, die einem helfen.
00:11:48: Also alles was angeboten war, bekamen die Frauen dann auch.
00:11:53: Und sie wussten es natürlich ... Ich wusste das am Anfang auch nicht als ich herkam dass es vielleicht Beratungsstellen gibt bevor irgendwas losgelegt wird zum Beispiel Beratungsstelle, ob aus mir irgendwas wird.
00:12:06: Also was wird ... Ich kann nichts!
00:12:09: Was soll ich denn arbeiten?
00:12:10: Da macht man halt eine Kompetenzbilanzierungssitzung mit sechs Frauen und dann sagt, wissen die, was sie wollen.
00:12:17: Das machen wir immer wieder.
00:12:19: Und das wusste ich gar nicht, dass es früher gab oder so.
00:12:22: In meiner Zeit hat mich keiner beraten.
00:12:25: Ich hab das so mitbekommen.
00:12:28: Ja, und diese Einsamkeitsbewältigung betrifft auch so persische Gruppen türkische, afrikanische.
00:12:37: Wir hatten ukrainische Gruppe hier, russische, romänische... Also die meisten hier sind tatsächlich afri- kanisch und persischer afghanisch lastig weil ich selbst spreche persisch und dali und etwas türkisch und englisch.
00:12:55: auf jeden Fall die Frauen dann zu uns.
00:12:59: Sehr wenig arabische Frauen, weil ich sie nicht verstehe und die mich nicht.
00:13:03: Ich denke, die meisten gehen dahin, wo die sprachlich weiterkommen.
00:13:08: Die sind alle auch sehr wirklich willkommen.
00:13:10: Ich hab Arabische Gruppen schon angesprochen, dass sich offene Gruppen machen können.
00:13:14: Das ist halt bisschen ehrenamtlich.
00:13:18: Ja also wir sind hier ... Ich glaube,
00:13:22: Nagissa
00:13:23: hat mal ... Nagissa Sabed hat uns mal Frauensentrum genannt?
00:13:27: Oder war
00:13:27: das der Bürgermeister Bewig, die Frau Brückner?
00:13:31: Weiß nicht mehr.
00:13:33: Irgendjemand hat uns Frauenzentrum genannt also sozusagen vierzig Quadratmeter und das ist ein Frauencentrum für Starken Und das kommt hin.
00:13:44: Also wirklich wenn wir zum Beispiel groß feiern dann haben wir keinen Platz hier mehr weil alle wollen mitfeiern Weil das ist mein Projekt.
00:13:53: deshalb bin ich keine Herrscherinnen, Frauschern.
00:13:56: Sondern das sind die Frauen selber.
00:13:58: Die machen das ja im Grunde alleine?
00:14:01: Aber es ist ja ohne ... Man kann nicht ein Königin sein, wenn man kein Reich hat.
00:14:07: Ja, aber ich glaube, wer hier reinkommt, ist erst mal sozusagen keine Königine.
00:14:16: Wenn sie weggeht, ist sie selbst eine Königina.
00:14:20: Ja!
00:14:20: Wirklich, die Digende hause und fühlen sich wie Königinnen.
00:14:26: Also, du gibst ihn hier diese Selbstermächtigung?
00:14:29: Auf
00:14:29: jeden Fall.
00:14:31: Ich weiß auch sehr viele, die gelernt haben ... dass sie kein Eigentum der Männer sind.
00:14:38: Das ist auch schon ein Schritt her.
00:14:39: Die sind ... Dass der Ehemann, der Bruder, der Vater und der Sohn nicht sozusagen die Herrscher sind.
00:14:48: Sondern Sie sind das, die Kinder großziehen!
00:14:53: Und sie sind, dass die schneller die Sprache erlernen.
00:14:56: Also wenn ich Wissenschaftlerin wäre ... Wenn ich das, was ich erlebt habe, wissenschaftlich zusammenpassen würde, würde ich sagen, die lernen schneller die Sprache und halten Jobs eher durch.
00:15:07: Die sind stärker.
00:15:09: Okay, die haben keine Muckis, ja?
00:15:11: Aber ich merke ... Ist nicht
00:15:13: emotionale Stärke.
00:15:14: Nee auch Intelligenz!
00:15:16: Ich hab wirklich ... also bin ich so Vergleiche.
00:15:20: Ich hab ja auch Jobcoaching gemacht usw.
00:15:23: die Frauen durch ihr Willenskraft ... Ich glaube, jeder ist wertvoll und stark und intelligent.
00:15:30: Durch Willens Kraft!
00:15:31: Also wenn man das zweimal versucht zu lernen, dass es nicht schafft, dann macht man's halt zehnmal.
00:15:37: Und das schaffen die Frauen wirklich.
00:15:40: Ich hab hier kaum Frauen erlebt, die nicht erfolgreich wechseln bei egal was ja?
00:15:44: Also wirklich egal was.
00:15:47: Und ... Und ja, und die lernen auch das sie wertvoll sind.
00:15:52: Die fühlen sich hier auch unter sich wohl dass auch hier keine Männer sind.
00:15:56: Ich meine unsere Bereitsleitung der Christian ist ein Mann aber wenn man den kennenlernt da merkt man dieses Macho Verhalten überhaupt nicht.
00:16:05: Also der kommt bei uns als Frau durch Aber er ist wirklich ein ganz lieber und respektvoller Mensch.
00:16:12: also bei dem Bei dem braucht man jetzt nicht, irgendwelche Frauenrechte da zu nutzen.
00:16:20: Aber wir sind hier wirklich für Frauenrechter und deren Stärken.
00:16:26: Wir nutzen die auch.
00:16:27: Und wir sind froh, dass die meisten... Also was hier für Frauen sind?
00:16:31: Die aus Jobcenter weg, sind aus sozialem Bereich weg, kriegen keine Transferleistungen mehr Die schaffen ihr Leben so, die haben zwei Jobs.
00:16:40: Die haben gebildete Kinder.
00:16:43: Eins da, zweier ... Also ich find auch... Ich komm mir manchmal in eine Tante vor, die mitmacht.
00:16:53: Irgendwie hab' ich den Eindruck, wenn man denen das Gefühl gibt wie wichtig sie sind und das ist ja dann meine Aufgabe, dass sie auch gute Kinder haben.
00:17:03: Auch für unsere Gesellschaft.
00:17:06: dass alle auch die Rente irgendwie bezahlen, dass sie glücklich sind.
00:17:09: Dass sie sich auch vielleicht irgendwo mal eine Wohnung kaufen oder Autos kaufen und Urlaube machen usw.
00:17:18: Also das schaffen die Norwen, wenn die Mütter jetzt schon etwas stärker sind ... Okay, die Sprachbarrieren, das ist natürlich echt problematisch.
00:17:26: Ich selber versuche Spar nicht zu lernen.
00:17:28: Ich kann es noch vier Wochen, dann kann ich's nicht mehr.
00:17:31: Aber ich vergesse es dann.
00:17:33: Du musst die ganze Zeit angewandt werden.
00:17:37: Und wir trainieren das, wir haben eine sehr gute Deutschlehrerin hier, Kami und die neigt dazu, die zu trainieren, zu sprechen, zu sprechen ... Also es ist wirklich ... Dann sitzen hier die Frauen und müssen ... Sie haben keine Wahl.
00:17:54: Die schreiben jetzt nicht drei Stunden um was, sondern die reden miteinander, die trainieren.
00:17:59: Die sind besser geworden, muss ich sagen.
00:18:01: Also ich weiß nicht, ob man merkt wie lieb ich diese Frauen gewonnen habe.
00:18:08: Ich glaube schon ...
00:18:12: Die sind wirklich wertvoll für uns und ich finde auch drei oder vier Fraumprojekte in ... Sparandau ist ein bisschen zu wenig.
00:18:24: Also nicht Neuköllnsee oder Kreuzberg mit sechzig oder wieviel?
00:18:27: Das stimmt.
00:18:30: Und wir haben hier noch mit den Politikern gesprochen.
00:18:34: Die sind auch bereit, wahrscheinlich mehr zu machen.
00:18:36: Aber wir müssen halt uns bemühen.
00:18:38: Also ich kann die Kapazitäten vom Kioskalarandarbeit der Schildkröter ist jetzt ... Wir seid ausgeschafft?
00:18:45: Ja genau das ist ein kleiner Laden oder so.
00:18:47: aber Ich finde andere Projekte sollten wirklich noch hinzugezogen werden.
00:18:55: also wir sind sehr dankbar und ein direktes Projekt von Herrn Bürgermeister Baby und unser Gleichstellungsbeauftragter Juliana Fischer-Rosendahl.
00:19:06: Also wir gehören den eigentlich, also wir sind deren Projekt.
00:19:13: Und so was Ähnliches ... Aber sie kann ja auch nicht Geld ruppen oder der Bürgemeister.
00:19:18: Das muss ja vom Land auch kommen und überall kürzen
00:19:24: usw.,
00:19:24: gerade im Frauenbereich oder so.
00:19:26: geht ja gar nicht.
00:19:30: Es gab Kürzungen letztes Jahr, also bei uns jetzt nichts.
00:19:33: aber wir hätten gerne mehr bedarf damit mehr beraten wird und so.
00:19:37: das ging dann nicht.
00:19:38: aber wir haben dann doch durch die Hilfe vom Bürgermeister doch vier Tage beraten dürfen usw.
00:19:46: Aber nur halbis Jahr ist es einfach ... Bei Frauenbereich darf man nicht betteln weil diese Kinder erziehen auch Die eines Tages, diese Gesellschaft irgendwie aufrechterhalten, finde ich.
00:20:00: Also ... es ist unglaublich, dass man diesen Potenzial nicht wirklich anerkennt und erkennt und die finanziert.
00:20:14: Ich wundere mich über jede Frau, die hier reinkommt, auch Neune.
00:20:18: Die fangen wirklich ganz leiser an und sind dann ganz laut und gut, gut auch.
00:20:25: Und ja, mein Gott.
00:20:28: Ich hab jetzt hintereinander gesprochen und ich schwärme.
00:20:31: Entschuldigung.
00:20:33: Nein!
00:20:34: Nicht dafür.
00:20:35: Hör nicht auf zu schwärmen.
00:20:37: Genau das ist es ja was es da draußen braucht.
00:20:41: Die Berührung über das Schwärmen... Erzähl mal wie überhaupt ... Wie ist denn der Name Kiosk aller Handarbeit entstanden?
00:20:50: Das ist allein schon ganz spannender Name.
00:20:53: Also, ich denke ... Ich hab ja damals wie gesagt die Geschäftsführerin und Quartiersmanagement Herrstraße-Nord haben sich zusammengesetzt.
00:21:02: Wie kann man ein Frauenprojekt sozusagen auf die Welt bringen?
00:21:09: Und der Laden hier sah wirklich wie ein leerer Kiosk aus, muss ich wirklich sagen.
00:21:13: Ah, okay!
00:21:14: Und das Kiosks ist auch, dass jeder rein kann.
00:21:16: Ja.
00:21:17: Da kam jeder rein.
00:21:18: -"Twenty-Four-Seven".
00:21:20: Genau.
00:21:21: Und dann allerhand, man sagt ja, oh das ist allerhand.
00:21:26: Aber dann hat man allerhand geteilt und daraus alle ... Also Kiosk-Aller?
00:21:34: Allerfrauen aber, naja.
00:21:37: Und Handarbeit.
00:21:38: also hier saßen halt die Seniorinnen und haben gehäkelt.
00:21:42: Kannst ja da auch hinten sehen.
00:21:44: Haben gehäkelt, haben den Netung gemacht.
00:21:46: So was haben wir jetzt hier auch.
00:21:50: Die Zeiten sag ich nachher noch.
00:21:53: und Arbeit.
00:21:54: Also, Arbeit ist ja ... Wir bieten jedes einzelne Silber in diesem Namen an!
00:22:01: Also wir sehen Haus wie Kiosk, wir sind aller Hand, wir alle sind ... Und wir haben noch unsere Hand.
00:22:11: Also Hand, ich nehme dich zur Hand und gehe ein bisschen durch die Behörden und überall und helf dir.
00:22:18: Und Handarbeit hängt ja überall.
00:22:22: Und Arbeit suchen wir mit.
00:22:25: Also ... Ich finde,
00:22:26: auch Handarbeit ist ja Handlungswirksamkeit.
00:22:31: Perfekt!
00:22:33: Genau.
00:22:33: Das ist das, was uns zur Selbstermächtigung bringt, wenn wir unsere Handlungswirksamkeit spüren, wie wirksam wir sein können aus uns selbst heraus?
00:22:42: Richtig.
00:22:43: Genau.
00:22:43: Nee, das ist ein ... hoffentlich jetzt etwas Neues, aber das ist vollkommen richtig, genau.
00:22:50: Ja.
00:22:51: Und so kam dieser Name zustande.
00:22:52: Wir hatten auch niemals vor, den Namen zu ändern.
00:22:55: Das war lang.
00:22:59: Normalerweise die Frauen sagen, bist du bei Katin Büro?
00:23:03: Bist du im Kiosk allein dabei oder bist du beim Schildkröte?
00:23:08: Also ich muss ... Ich muss jetzt wirklich außer dem bürgerweißer Baby oder Juliane Fischer-Hosendahl auch Schildkräute danken, dass sie jede Verrücktheit von mir mitgemacht haben, wirklich!
00:23:21: Also die haben mit vier Stunden Beratung, sechs Stunden Seniorenarbeit und dann haben wir dann mehr Geld beantragt.
00:23:30: Das ging dann fünf Jahre wirklich mit sehr wenig Geld.
00:23:34: nach fünf Jahren wo das aufgehört hat bei Herrstraße Nord ist ja so dass Kleinprojekte nur fünf Jahre gehen.
00:23:43: Hat uns dann tatsächlich Juliane Fischer Rosendahl mit dem Bürgermeister übernommen damals Kleber Weil wir wollten nicht enden.
00:23:53: Das war ja Ende sozusagen, und dann haben wir natürlich auch ... das gesamte BVV also wirklich alle Parteien.
00:24:03: Also gewisse Partei erwähne ich jetzt nicht aber alle Partei haben Hand in Hand uns dann doch weiterleben lassen.
00:24:13: Und die Gelder wurden immer mehr Beratung, mehr offene Frauengruppe, mehr so was.
00:24:19: Und da hat Schildkröte immer mitgemacht, weil normalerweise sagt man diese kleinen Projekte ... das raubt nur Zeit und bringt gar kein Geld.
00:24:27: Das bringt ja im Grunde kein Geld, wenn man sieht was die mit geringen Küchen und Grundschulen
00:24:32: usw.,
00:24:35: wir bringen kein Geld!
00:24:36: Wir sind nur so eine Herzenssache, wir sind die Lieblingsbabys von Schildkräuter geworden.
00:24:42: Und doch bringt ihr Geld?
00:24:44: Du hast es selber schon gesagt, diese Frauen zu ermächtigen und ihnen diese Möglichkeit zu erschaffen,
00:24:53: auch
00:24:54: über Generationen.
00:24:55: Also die Verantwortung, die sie ertragen ist was du selber schon gesagt hast.
00:24:58: ich glaube es ist schon dass man das sehr gut mittlerweile da draußen in der Welt weiß wie wichtig es ist und wo's sich lohnt hineinzu investieren nämlich die die Leben erschaffen und die das Leben begleiten und das Leben nach vorne bringen.
00:25:16: die Zukunft.
00:25:18: Das ist so interessant, was du gerade sagst.
00:25:20: Ich hatte jetzt vor ein paar Tagen Kompetenz-Beratungsseminar hier.
00:25:26: Eigentlich ist das Kompetenzzelbsanalyse.
00:25:28: die Frauen erforschen mit meiner Hilfe selbst, was sie können und da hieß es auch witzigerweise ich weiß nicht ob das Schild noch da hängt.
00:25:36: Da steht Kompetens informiert?
00:25:37: Ja guck mal hier über mir sind da lauter Zahlen ja und dann geboren hat ihr fünf genau.
00:25:44: Und dann waren da ein paar Frauen und haben gesagt, wenn man bedenkt ... Ich war in Iran ganz wichtig.
00:25:49: Jetzt bin ich hier.
00:25:52: Dann hab ich gefragt so, wir zählen jetzt mal wie viele Kinder ihr großgezogen habt?
00:25:57: Wie alt sie sind ja.
00:25:58: Dann haben die gesagt so, unser Alter, so viel Kinder, das wandt plötzlich dann.
00:26:04: Wenn du es über mir sehst, was weiß ich, fünfzehn, sechszehnt, siebzehn Kinder, die alles super ... Bildung haben, die alle in sozialversicherungspflichtige Arbeit sind und so weiter.
00:26:14: Und sofort habe ich gesagt auch wenn es nicht wahr ist dass ihr nichts gemacht habt ja nur allein das ihr habt sozusagen unsere Zukunft gesichert indem ihr alle gute Kinder erzogen habt sodass sie unserer Gesellschaft aufrechterhalten.
00:26:32: also wir kommen das was du gesagt hast sehr nahe.
00:26:37: Und da haben die auch gelacht, wenn man sagt, okay, aber die haben doch studiert.
00:26:40: Die sprechen doch super, die sind doch toll und ich ... Ja, du könntest auch sagen, tut mal Leid, ich gehe einst trinken, mach was du willst oder so, hier hast du ein Handy, Spiel was?
00:26:53: Aber ihr habt euch gekümmert das Hausaufgabenhilfe kamen.
00:26:57: Ich hab's ja beobachtet, dass sie was geworden sind.
00:27:01: Die eine hat sogar einen Doktor an, den als Tochter.
00:27:05: Also das ist Leistung, ja.
00:27:08: Absolut!
00:27:09: Ja also ich meine ... Ich muss sagen sie war auch ein Lehrerin.
00:27:13: Das gibt's natürlich weiter, ne?
00:27:15: Aber trotzdem, also danke für diese vielen Tüchtigen, sozusagen integrierten Kindern die uns begrifflich sind.
00:27:28: und ich finde also wenn man jetzt dieser Nazi-Sprüche, die Drehmigration usw.
00:27:34: sofort was uns alle sehr beängstigt hat muss ich sagen und die Parteien dem nicht ein ... wie sich sagen?
00:27:47: Ein Regel vorgesetzt haben.
00:27:53: Anders!
00:27:53: Es hat einer vorgeschlagen zwei Tage zu streiten.
00:27:58: Alle mit Migrationen streiten zwei Tage.
00:28:02: Ja Ich weiß gar nicht, wie diese Gesellschaft dann funktioniert.
00:28:06: Und in dieser ... Wie soll ich sagen?
00:28:10: Diese Erniedrigung, das setzt bei uns allen, bei mir auch ja und das ist schade wenn ich denke was für tolle Leute wir hier unterwegs also in diesem Land sozusagen integrieren ließen ist das beschämend für Deutschland.
00:28:33: wirklich so was zuzulassen, solche Sprüche zuzulesen und überhaupt erlauben.
00:28:40: Ja also ich finde die Frauen sind das, die sowas ermöglichen.
00:28:45: Also ich bin überzeugt davon wenn diese Frauen wie ich habe nicht so wären wie sie sind wäre starken.
00:28:55: Ich hab auch Frauen von überall, so wie ich weiß.
00:28:57: Wohnt einer sogar hin?
00:28:59: Marzahn Hellersdorf.
00:29:00: Weil es da ist ein Projekt nicht gibt ... Vielleicht gibt's welche, aber die kennen
00:29:04: Sie.
00:29:04: Und sie kommt von Marzahnhellersdorffi
00:29:06: her?
00:29:06: Die kommt stundenlang hierher ja.
00:29:07: Wow!
00:29:08: Weil sie von Freundin gehört hat, die wird hier beraten.
00:29:12: Das spricht sich ja rum.
00:29:13: Diese Projekte sind sozusagen so Mund-zu-Mund-Propaganda und die ... Ja, also wenn ich das starken so sehe.
00:29:24: Wenn es sich weiterentwickelt ist nicht nur durch mich.
00:29:27: Wenn man zur Stadtteilkonferenz sieht man lauter Leckerbissen was Träger sind oder Projekte muss auch immer sagen Super!
00:29:37: Ich bin nicht die Einzige aber ich habe halt ein Frauenprojekt.
00:29:39: Das ist der Unterschied.
00:29:42: und wenn ich sehe wie wir die Menschen hier willkommen heißen Also ich muss dankbar Richtung Deutschland sagen ich hab nur Willkommenskultur erlebt Ich habe auch Rassismus erlebt und so weiter.
00:29:56: Das hab ich auch, ja?
00:29:58: Aber im Grunde hat man mir immer die Türen geöffnet, wenn ich rein wollte.
00:30:04: So, ah du bist ab wie zweit?
00:30:06: Du bist bitteschön!
00:30:07: Du bist das... Du bist dein Job in einem Hotelsreisebüro.
00:30:11: Bitte schön kommen, ja so.
00:30:13: Also ich bin sehr dankbar in diesem Land.
00:30:15: Also das ist interessant dass du das sagst weil ja was glaubst du?
00:30:19: warum können es manche nicht sagen Warum behaupten manche das genau das Gegenteil, dass sie es schwer haben hier integriert zu werden?
00:30:30: Dass ihnen irgendwie größere Steine im Weg legen.
00:30:35: Darf ich ein Beispiel bringen?
00:30:36: Ja!
00:30:37: Also ich hatte im Jobcenter damals in Charlottenburg-Würmersdorf, da war ich der Arbeitsfamiliarin zwei junge Typen ... jung, zwanzig oder so und die haben nie eine Chance gekriegt, nichts.
00:30:55: Wir hatten immerhin noch Hauptschuleabschluss irgendwie.
00:30:58: Aber von den Eltern haben wir jetzt nicht gerade ... sozusagen, die waren finanziell zu Hause nicht behilflich oder so.
00:31:08: Die haben auch nie was wirklich fertig gekriegt.
00:31:11: Na jedenfalls hab ich es dann geschafft, dass sie zur BVG gehen und damals als Busfahrerversuchung weiterzukommen.
00:31:23: Und ihr wart zwei Wochen da und der Trainer war ausländerfreundlich zu denen.
00:31:30: Und das war schon der Punkt, sozusagen für die nicht mehr weitermachen zu wollen.
00:31:37: Also es hat sie so entmutigt?
00:31:38: Das
00:31:38: hat sie entmutig.
00:31:39: Die haben gesagt ne, hier haben wir keine Zukunft!
00:31:41: Die haben sozusagen tatsächlich ... Das ist das Schlimme.
00:31:44: Sie haben diesen Mann gesehen aber die anderen nicht.
00:31:47: Den Persistenten und den Personalleitern denn sowieso.
00:31:50: Das haben die nicht mal gesehen.
00:31:53: Das kommt daher dass... dass sozusagen Selbstbewusstsein auch in dieser Familie jetzt noch keinen Platz hatte.
00:32:01: Der Vater ist jetzt nicht selbstbewusster, die Mutter haben dann ihr Land verlassen, ausverloren und hier wahrscheinlich sind die Eltern hoch, ich erinnere mich nicht mehr, hoch im Jobcenter ... Die haben sozusagen kein Selbstbewussteil.
00:32:17: Selbstbewustsein finden sie wahrscheinlich.
00:32:20: Wenn die Chisha-Baseitzen mit ihren schönen Anzug und draußen SUW, die man für neunundneinzig Euro lesen kann oder so.
00:32:30: Also das ist aber ... Ich hab denen gesagt, das
00:32:33: ist nix.
00:32:35: Darauf selbstbewusst zu sein, ist nicht.
00:32:37: Aber die sechs Monate hatte Weiterbildung bei BVG zu schaffen.
00:32:42: Das macht selbstbewussten!
00:32:44: Na gut, nach zwei Wochen kamen die an.
00:32:46: Ich hab dann auch mit Bevor wir noch mal telefoniert ... Der Personalleiter wusste nichts davon und sind aber nicht mehr hingegangen.
00:32:54: Die wurden leider sanktioniert.
00:32:56: Also das war ganz schlimm, ich hatte eine Sanktionierung.
00:32:59: Aber die wurden dann mit dreißig Prozent sanktioneert.
00:33:02: Dann habe ich später nicht mehr da gearbeitet.
00:33:05: Aber vielleicht sollten wir die Kinder oder die Jugendlichen, auch die deutschen Jugendlichen.
00:33:12: Die Einheimischen sage ich immer.
00:33:16: Vielleicht sollte man erst mal als Elternteil vielleicht eine Ausbildung machen, wie selbstbewusst erziehe ich meine Kinder.
00:33:25: Die sollen an sich glauben und nicht bei jedem Windchen da rumfallen.
00:33:30: Also ich weiß noch in meinem ersten Lehrjahr ... Ich hab mit Bayern gelernt Hotelfach.
00:33:36: Ich wurde romani genannt ja?
00:33:38: Ja!
00:33:39: Ich wurde ein Jahr lang Romani genannt bis ich dann so super war, bis man alle ... bis ich so viele Fans hatte.
00:33:44: Aber ich so gut gearbeitet hab, gute Noten hatte und so eine starke Person war, dass ich irgendwann zu demjenigen gesagt habe, schluss jetzt Adolf!
00:33:59: Und dann hat der Küchenchef gesagt, ja siehst du das war gut.
00:34:03: Ja?
00:34:03: So.
00:34:04: Dann hat er das nie wiedergesagt.
00:34:07: Irgendwann hat auch Mikati gerufen, nee Oder Kathal, bei einem Sagen ja so.
00:34:15: Und plötzlich
00:34:18: war ich
00:34:19: nicht mehr sozusagen die der Außen steht sondern ich war mittendrin und die haben es beim nächsten dann nicht mal geschafft.
00:34:28: also der hat wahrscheinlich wenn er jemand aus Philippin sah wollte auch in Schimpfwort los werden oder aus der Türkei oder irgendwas der wusste.
00:34:38: also wenn ich jetzt irgendwas sage Jetzt haben die gesehen, wie Kathi das macht.
00:34:43: Dann machen sie es auch.
00:34:46: Ich hab zu Hause nicht selbstbewusstsein gelernt aber wenn man's schon selber nicht hinkriegt dann sollten die Eltern ... Wie würdest
00:34:54: du Selbstbewusstseins definieren?
00:34:56: Was wäre deine Definition von Selbstbewussten?
00:35:01: Ja meine Definition ist ein bisschen halber.
00:35:06: Also ich finde nur wenn ich für die Gesellschaft gut bin.
00:35:16: Für mich gut, also ein guter Mensch bin.
00:35:19: Wenn ich ein großes Herz habe ... wenn ich irgendwas draufhabe?
00:35:24: Es gibt ja ... wenn man mir sagt du kannst ... Du kannst gut Handwerken und sag ich nee kann nicht das meinig dann kann ich nicht selbstbewusst sein.
00:35:32: aber wenn ich sage doch ich kann ganz gut meine Arbeit leisten, die ich mache egal als Warzt.
00:35:40: Dann kann ich selbst bewusst sein.
00:35:42: Also selbstbewusstsein, ein SUV und so einen Anzug oder nur hier geboren zu sein in Deutschland über Generation.
00:35:50: Das braucht kein Selbstbewusstse.
00:35:53: Da muss man sagen, da muss ich doch ein bisschen was dafür tun damit ich auch selbstbewusst bin ja.
00:35:58: Würdest du sagen also würde vielleicht das Wort Selbstbild noch ein bisschen treffender sein?
00:36:05: Selbstbewusstein ist für mich ein.
00:36:07: Ich bin mir meiner Selbstbewust.
00:36:12: Ich glaube, dass die Basis dafür Sicherheit ist.
00:36:17: Wenn wir nicht in einem sicherem Sein sind – also dafür zählt auch ich fühle mich zu Hause sicher, ich kriege Sicherheit vermittelt – mein Kopf muss sich nicht mit Angst auseinandersetzen, also die ganze Zeit mit Gefahr weil dann bin ich ja die ganzezeit im Außen und kann gar nicht mich selbst wahrnehmen und komme nicht in meinem Selbstbewusstsein.
00:36:41: Und aus dem Selbstbewusstsein entsteht dann auch irgendwann ein Selbstbild.
00:36:46: Erstlernig Bewusstsein von meinem selbst, ich kann das, ich bin das und daraus entsteht irgendwann dieses Selbstbild.
00:36:57: und das Selbstbild kann natürlich auch Außen- und Eigenwahrnehmung ist auch manchmal ein großer Unterschied.
00:37:08: Trotzdem sehe ich auch so aber Selbstbewussein ist auch sich sozusagen appreciating himself.
00:37:26: Aber wenn ich etwas nicht bin oder kann, dann muss ich das auch sehen.
00:37:34: Dann bin ich in dem Bereich nicht selbstbewusst.
00:37:37: Also deshalb dachte ich ... Das hat alles damit zu tun wie eine Welt gut weiterläuft.
00:37:47: also mit meiner Hilfe Wenn die Welt gut funktioniert, weil ich bin wie ich bin ... dann kann ich selbst so sein.
00:37:57: Dann kann ich sagen ja das kann nicht, ich kann was dazu beitragen dass alles gut ist aber wenn jemand.
00:38:05: es gibt auch welche die Zuhause Sicherheit erleben und draußen überhaupt keine Gefahren ausgesetzt sind und völlig selbstbewusst durch die Gegend laufen.
00:38:15: und da frage ich mich warum?
00:38:18: Was macht diesen Menschen aus?
00:38:20: Was machen Kinder von Artlingen oder so, warum sind die so selbstbewusst.
00:38:28: Warum gehen sie in ein Hotel und lassen sich betiteln von tollen Menschen ... Und erniedrigen die vielleicht sogar, da fällt was runter.
00:38:38: Die bücken sich nicht um das hochzuheben oder rufen nachher, können sie das mal rauszurechnen?
00:38:44: Also dieses Selbstbewusstsein muss tatsächlich ein bisschen korrigiert werden.
00:38:52: Weil man kann selbstbewusst sein nur wenn man was auch wirklich leistet.
00:38:58: Das Wort ... Sag ja, ich hab am Anfang gesagt, ich seh selbstbewusster einen ganz anders.
00:39:04: Nur wenn ich tatsächlich was dazu beitrage, dass etwas gut läuft.
00:39:10: Ja?
00:39:12: Oder anders als technisch selbstbewusst sein ... Ich bin der Sohn vom Besitzer.
00:39:17: Aber wenn die dann hingehen und die Motorrad bauen, dann explodiert das Ding.
00:39:24: Und trotzdem ist er selbstbewusster, weil er der Sohne vom Besitzer ist ja.
00:39:28: Derjenige, der super ist, geht nach Hause
00:39:30: und
00:39:31: muss noch Wohngeld beantragen.
00:39:33: Also dieses.
00:39:34: Aber wenn ich jemand bin, der Sohn eines Chefs ... Der diese Firma besitzt und weiß, dass ich nicht so gut bin.
00:39:45: Und dann sage ich dem Menschen, Mensch du bist super!
00:39:47: Wie du das machst ja?
00:39:49: Du musst jetzt Teamleiter werden oder ich zahle dir mehr, dass du kein Wohngeld kriegst.
00:39:55: Und bitte bring mir das vorbei.
00:39:56: Das ist selbstbewusst sein.
00:39:58: Weil der beträgt dazu bei, dass dieser Motorrad nicht explodiert.
00:40:03: sondern dass ein guter Mitarbeiter glücklich nach Hause geht und nicht mehr nur einen Motorrad baut, sondern zehn.
00:40:11: Und so ungefähr sehe ich das auch bei der Erziehung Beispiel.
00:40:15: Wenn ich irgendwo als Pflegehelferin oder Reiseverkehrskaufrauarbeite ... Dann ist da ein Reisebürofrau oder Besitzerin die mir bewusst macht wie gut ich das mache?
00:40:29: wie toll ich bin, gehe ich nach Hause und bringe das meinen Kindern auch bei.
00:40:32: Und dann sage ich guck mal du hast eine Mama die heute der Besitzerin beigebracht hat, wie sie die Tickets stönniert.
00:40:40: Also es ist also wenn man so auf die Art selbstbewusst ist weil man etwas beiträgt um etwas in dieser Gesellschaft voranzubringen.
00:40:54: Dann bleibe ich bei dem Wort Selbstbewusstsein.
00:40:58: Und dein Beispiel für Selbstbild finde ich super.
00:41:01: Weil viele haben Selbstbild, auch ich bin nicht schwarz also bin ich toll.
00:41:08: oder ich bin ich schwul oder Ich bin nicht lesbisch oder ich hab kein Kopf durch.
00:41:12: Ich bin toll.
00:41:14: Allein das macht diesen Menschen ... Das ist der falsch verstandenes ...
00:41:20: Die
00:41:20: Definition von einem selbst?
00:41:23: D.h.,
00:41:23: wenn die Frauen hier reinkommen Wie kann man sich das so vorstellen, die kommen hier rein und wie arbeitest du?
00:41:32: Wie fühlst Du sie?
00:41:33: Wie begleitest Du
00:41:34: sie?".
00:41:36: Ja also ich versuche erstmal deren Sprache zu benutzen.
00:41:39: Ich zwinge auch niemanden außer Beikompetenzanalyse oder Deutsch dass Sie Deutsch sprechen.
00:41:44: Soweit ich kann versuche ich deren Sprachen zu sprechen weil in einem Jahr können sie sowieso Deutsch ziemlich gut.
00:41:52: Also...
00:41:53: Ja?
00:41:53: Wenn man die Respekt hier ...
00:41:54: Kann man so sagen, dass das schon dein erster Fokus ist.
00:41:57: Genau.
00:41:58: Der erste Schritt der Selbstermächtigung, die ich frage.
00:42:00: Ich sag Merhaba!
00:42:02: Ich sage ... Dobardan, wenn Jogoslawisch ist.
00:42:06: Hallo, ich sage Salam.
00:42:09: Macht mir nix.
00:42:09: Die kommen dann rein und fühlen sich sofort gut.
00:42:12: So, wir wissen okay meine Herkunft ist ja gar kein Problem.
00:42:16: Das eine Problem ist schon mal weg.
00:42:20: was immer ein Problem ist.
00:42:22: Also wenn die Jobcenter betreten, ist das erste Oh Gott meine Kultur.
00:42:26: Das wird mir Probleme machen.
00:42:28: Wenn ich zum Arzt gehe, oh Gott meine Kultur!
00:42:32: Ich bestelle mir es auch so.
00:42:34: also wenn man sich für sein selbst und für seine Herkunft und für eine Identität schämen muss und die verstecken muss.
00:42:46: Die
00:42:46: verstecken, schämen tun sie sich ja nicht ...
00:42:49: Ein bisschen schon ist so dieses.
00:42:51: Oh Gott meinte da ist auch Scham, oh Gott ich bin das was ich bin.
00:42:56: Das muss man sich glaube ich auch mal vorstellen wenn man das nicht.
00:42:59: also viele haben es gar nicht uns sich da mal rein zu fühlen sich für seiner selbst oder sich vor seiner selbst verstecken zu müssen.
00:43:11: Ich hatte immer eine Anleiterin Die hat sich beworben.
00:43:17: Und wir haben ziemlich gut telefoniert, die war auch so eine taffe Frau und ich hab ... Sie kann leiten?
00:43:22: Das ist richtig!
00:43:24: Macht mir ja nichts.
00:43:24: am Telefon weiß man nicht.
00:43:26: Irgendwas haben uns geeinigt, dass sie dann ihr Lebenslauf usw.
00:43:29: bringt.
00:43:30: Dann kommt sie hier rein, da sitzen zwei Afrikanerinnen.
00:43:34: Das haben sie mich aber nicht gesagt, dass es hier Afrikerne sind, sagt sie.
00:43:39: Dann habe ich gesagt, sagen Sie mal was erlauben Sie sich zu sprechen?
00:43:44: Ja das ist ... Das geht nicht.
00:43:48: Also, ich möchte eine Gruppe haben, die ... dass wir auch mal unter uns sind?
00:43:52: Dann hab ich gesagt, nee so ne Gruppe gibt's hier nichts.
00:43:55: Sie haben ja Hausverbot.
00:43:57: Sie werden noch nicht eingestellt raus.
00:43:59: Ja, das kann ich anzeigen und hier macht man es.
00:44:02: Sie sind bei uns auf der schwarzen Liste.
00:44:05: Und wenn sie das alles erzählen was hier passiert ist dann kriegen sie vielleicht ne Anzeige über Grassismus
00:44:11: usw.,
00:44:12: also, ne?
00:44:13: Dann habe ich sie auch nie wieder gesehen.
00:44:15: Das bedeutet Allein das Aussehen ... Mancher Leute, also ich bin davon nicht ausgeschlossen.
00:44:24: Soll diese Leute unterdrücken?
00:44:27: Ja?
00:44:28: Also da kommt einer mit Kopf durch rein in mein Büro im Jobcenter, also unterdrücke ich sie.
00:44:34: Weil ich meiner Frau heute Morgen nicht meine Meinung sagen konnte oder weil ich sowieso vom Grund auf ein fieser Mensch bin und so.
00:44:43: Und das ist hier nicht!
00:44:45: Du kommst hier rein und bist willkommen.
00:44:49: Und wenn ich hier am Mittagessen bin, mit meinen Stimmen Frauen, die sich nicht machen, eine Monate einmal bringe ich mal bisschen Pasta mit ... Da kommen zwei Leute draußen wie heute?
00:44:59: Die setzen sich dazu.
00:45:00: Unterbutt!
00:45:03: Das macht nichts.
00:45:03: Also das ist deren Raum im Raum.
00:45:09: Ich habe die Ehre, dass ich da mitberaten darf.
00:45:11: Das ist wirklich deren Wohnzimmer.
00:45:15: Gut, also kommen die erst mal rein und sie sind bedrückt.
00:45:18: Wenn ich die nur nicht kenne ... Ich kenne, die sind niemals bedrückt.
00:45:21: Die wissen ja, dass sie zu mir kommen, dann sind die wieder okay.
00:45:25: Und haben halt da keine Hilfe bekommen.
00:45:27: Da haben die keine Hilfe gekommen, haben Schulden.
00:45:30: Der Mann hat weder gespielt oder das Geld fehlt usw.
00:45:35: Dann gehen wir Schritt für Schritt vor!
00:45:38: Also hier sind die Erfolgsaussichten sehr groß.
00:45:42: Weil man arbeitet ja auch mit vielen anderen Projekten, die Rechtsberatung machen oder Kinderbetreuung anbieten.
00:45:54: Oder soziale Dienste leisten, mit denen zu Behörden gehen und so weiter ... Wir sind ja Hand in Hand dabei, ja?
00:46:02: Ich mein da, man spricht sich ja rum zum Beispiel, du brauchst ein Lebenslauf, dann mach einen Lebenslauf Express bei Kati, dann kommen die hier her, zack haben den Lebenslauf.
00:46:11: Das ist meistens leer, aber Katy macht's als ob die Doktor sind.
00:46:16: So ... Und das spricht sich rum und genau so weiß ich.
00:46:19: Aha!
00:46:19: Pflege-Zack ist mal da um die Ecke, da beraten wir dich bei der Pflege.
00:46:26: Aber die werden hier nicht rausgelassen bevor sie Hilfe erhalten haben.
00:46:30: Ich kann nicht alles, ja?
00:46:33: Zum Beispiel Sachen mache ich nicht.
00:46:34: Ich suche keine Wohnung.
00:46:37: Kann mich die Zeit nicht oder ich bestelle nix.
00:46:41: Das ist manchmal auch, Internet ... Was mache ich nicht?
00:46:45: Das ist keine Hilfe für mich.
00:46:46: Nein, das ist Sekretärin in Arbeit.
00:46:48: Ja, das mach' ich nicht!
00:46:50: Da hab ich gar keine Zeit zu.
00:46:52: Aber wenn die Probleme haben, wird hier alles getan.
00:46:58: Weil du es
00:46:59: gerade mit der Wohnung gesagt hast, das erleben wir auch im IGZ ganz oft.
00:47:06: Dass die Frauen auch teilweise, nicht nur teilweise leider immer mehr Gefangen sind im häuslichen Umfeld und gar nicht raus können in diesen Selbstarmächtigungsschritt, ob es keine Wohnungen gibt.
00:47:22: Richtig!
00:47:23: Nimmst du das auch hier so wahr?
00:47:25: Sehr
00:47:25: sehr sehr.
00:47:26: Ja ich hatte sogar Frauen die Gewalt ausgesetzt waren.
00:47:31: wir haben bis Frauenhaus hingekriegt also ich jetzt nicht sondern Big oder so gemeinsam und irgendwann saßen die wir vor mir.
00:47:41: Die Falschen waren geheilt.
00:47:43: Und die waren gerade im Fraunhaus, sind aber zurück dann nach Hause in soziale Umfelder.
00:47:48: Nach Hause heißt Oma lebt mit und die Tante ist da und der Onkel hier und die Kusine da.
00:47:54: Das ist ja so eine Kreuzberg- und Neukömpfe mehr, aber hier auch schon ein bisschen ... Ja, und dann saß sie mir, weil sie meinte so erstens Wohnung klar, viel wichtiger Ich kann ja auch nicht bleiben.
00:48:11: Ich hab kein Bleiberecht ohne diesen Mann, der hat eine Arbeit und ich bin durch ihn hier.
00:48:17: Ich kann auch nichtbleiben.
00:48:18: Und drittens meine Tante, mein Onkel reden keinen Wort mehr mit mir wenn ich losziehe.
00:48:25: Also das ist so richtig Sekte.
00:48:28: Das ist ein richtiges Sekte da!
00:48:30: Du hast ja am Anfang gesagt dass du ein für dich so einen Slogan hast dieses mit der Einsamkeit ne?
00:48:37: Das ist ja so ein Paradox, wir versuchen die Frauen zu ermächtigen.
00:48:44: Und der Preis der Ermächtigung ist manchmal dann ... Der alleinige Weg weiterzuziehen und sich zu verabschieden und sich für die Einsamkeit, also das Ein- erst mal zu entscheiden.
00:48:57: Wahnsinn!
00:48:58: Um
00:48:58: wieder in die Fülle zu kommen.
00:48:59: Und das finde ich wirklich ... wirklich so mitfühlend schwer diesen Schritt zu wagen.
00:49:07: Es ist wie ... an einer Kletterwand zu sein und man sagt den Falle, lass alles los.
00:49:18: Ich verspreche dir wenn du unten ankommst da sind dann ganz viele.
00:49:21: Haha!
00:49:23: Nee ich lasse gar nichts los.
00:49:26: Ja sehr interessant das war sehr philosophisch was du eben gesagt hast.
00:49:30: Toll.
00:49:31: Hast du philosophisch?
00:49:31: Nein aber wenn
00:49:32: man
00:49:34: sich das genau so anschaut ist es ja so.
00:49:37: Das erleben wir auch ganz oft
00:49:39: also auch gerade von Frauen die hier hergeflüchtet sind und natürlich unter Umständen hier bleiben durften, durch Heirat oder auch durch Kind bekommen.
00:49:50: Und dass die sich dann da wieder rauslösen ... Ja!
00:49:53: Und diese strukturellen Begebenheiten einfach nicht da sind schon allein weil wir diesen Wohnungsmarktmangel haben das ich so oft denke.
00:50:04: Oder auch Frage musst du hier in Berlin bleiben?
00:50:09: Kannst du dir vorstellen, in einer Stadt zu gehen?
00:50:11: Ich finde, Berlin ist mittlerweile so und gerade hier.
00:50:15: Ich komme
00:50:15: aus Schöneberg, ja... ...und Gürbenstraße oder Palaststraße, Ecke-Potsdamerstraße.
00:50:26: Da sind Häuser, tolle Häuser!
00:50:29: Riesenhäuser leerstellend.
00:50:33: Und das verstehe ich nicht.
00:50:35: Also wenn man... also ich zähle... Ich schätze, sechshundert Wohnungen pro Haus sind leer.
00:50:43: Und ich frage mich ... Warum ist das leer?
00:50:49: Also, ich verstehe das nicht.
00:50:50: und die suchen alle Wohnungen gerade in der Gelen.
00:50:53: Da sind drei, vier, fünf, zehn Oberlinien da um die Ecke.
00:50:58: Und Bushalte stellen und was weiß ich?
00:51:01: Also ich versteh das nicht!
00:51:03: Und dann macht man so ein Theater, weil man irgendwo irgendein ... Gartenanlage plattgemacht hat und sechsmal Wohnungen dahinsetzt.
00:51:14: Das sind so Sachen, die verstehe ich auch nicht.
00:51:17: Also Berlin ist nicht überfüllt oder so.
00:51:20: Man kann noch was machen nur.
00:51:23: Man geht nicht an Eigentum.
00:51:29: Man sieht, das wurde mal abgeschrieben und die Gelder sind jetzt im Bahamas.
00:51:34: Und fertig!
00:51:35: Also mehr interessiert nicht.
00:51:35: Aber
00:51:36: wir können nichts dagegen machen.
00:51:37: dafür sind wir beide du und ich zu klein?
00:51:39: Nein, ich sag's mir also, wir können ruhig bleiben aber jede Politik muss noch was dafür machen.
00:51:47: Und bis dahin müssen sie trotzdem jeden Tag durch den Tag kommen mit ihren Kindern und sich selbst.
00:51:56: Wie nimmst du denn die Frauen hier untereinander wahr?
00:51:59: Also, wie weit unterstützen Sie sich denn gegenseitig?
00:52:01: Wunderbar!
00:52:04: Okay.
00:52:04: Es gibt allein ... äh ... bis ich sagen so ... Ähm ... Alleinsteherinnen, wie immer.
00:52:12: Aber es gibt andere, die lernen durch die Community.
00:52:16: Ich hab jetzt verschiedene Gruppen hier.
00:52:18: Ich habe afrikanische Gruppe und persisch-dürkisch-afghanische usw.
00:52:24: Und ... ähm ... es ist ... bombastisch, wenn sie sich auch helfen.
00:52:30: Die einen ist nördlich ins Krankenhaus, da haben die ein bisschen hingegangen.
00:52:33: Wahrscheinlich musste der Völkner im Krankenhaus sagen, sagen Sie mal, Sie können jetzt nicht zu zehn da jemanden besuchen.
00:52:39: Also so viel Raum machen wir nicht.
00:52:41: Das war wahrscheinlich ... das hätte ich gern gesehen.
00:52:44: Die Unternehmen fehlen zusammen oder die schreiben, ich krieg manchmal in Gruppen auch mit.
00:52:49: Die schreiben sich, hör mal.
00:52:50: Da ist so ein Angebot in einem Restaurant, Vorspeise, Mittag und so weiter alles in allem für neun oder neunzig.
00:52:58: Dann gehen wir jetzt
00:52:58: hin.".
00:53:00: Und dann sieht er, ich mach gar nix!
00:53:02: Ich mache für diese Gruppen, die machen das alleine.
00:53:05: Unternehmen, die feiern ihre Geburtstage hier ... Oder die fahren zusammen zum Südpark?
00:53:11: Oder machen Bootstouren oder was?
00:53:13: Ich arbeite halt seit Anfang des Jahres drei Tage nur Und manchmal lade ich die auch ein, damit ich sie mal sehe.
00:53:23: Dann kommen die alle feiern zusammen und tanzen zusammen.
00:53:28: Die backen irgendwas zum Tanzen.
00:53:30: Ständig kriege ich Tanzvideos.
00:53:32: Die unterstützen sich gegenseitig.
00:53:35: Ich weiß, dass die eine an der OP hatte ... Räumen bei ihr auf und kaufen für sie ein.
00:53:42: Das ist so das Schöne!
00:53:44: Ja, also wenn ich irgendwas habe ... Ich hab vor drei Tagen meinen Zahn gezogen.
00:53:49: Und meine Freundin waren halt hier in Tiefwerder Boots-Tour machen.
00:53:54: Und da bin ich mit dieser Bäule im Gesicht einkaufen gegangen.
00:53:58: Da hab ich gedacht, Menschen starken, hätte ich wohnen sollen.
00:54:00: Dann sind die für mich eingegangen.
00:54:04: Ja, was ist das so?
00:54:06: Also ich muss sagen, das funktioniert hier ganz gut.
00:54:09: Uns kennt halt nicht jeder und manche gehen auch ganz verschüchtert weiter bevor ich aufstehe und sage hey kommst du werden jetzt bald treffen.
00:54:17: Magst du nicht auch mal kommen?
00:54:22: Ich weiß auch dass sind taffe Anleiterinnen die ich habe.
00:54:26: Die fragen auch.
00:54:27: Allein zur Datu.
00:54:29: Ich sehe sie immer wenn Sie hier sitzen und da läuft eine Afrikanerin draußen vorbei rennt sich hin und sagt komm mal mit!
00:54:35: Wir haben heute Kuchen gebacken, es mal mit und so.
00:54:39: Also die ist auch so, ne?
00:54:40: Und Ferreste und Marjan genauso ja... Das sind unsere tolle Deutschlehrerinnen und so, das darf nicht unerwähnt bleiben.
00:54:50: Die ist so cool!
00:54:51: Ja, die Kamie jeden Dienstag, das muss ich unbedingt bevor meine Zeit vorbei ist auch sagen, dass die Leute kommen können.
00:54:58: Also Kamie ist Dienstag so manchmal auch Mittwochs hier ab sechzehn Uhr drei Stunden Und die ist super.
00:55:05: Die ist super Deutschlehrerin und also... Deshalb sollte es gehen, dass man irgendwann mal die Nummer sagt oder die Adresse oder so damit die Leute sich auch anmelden?
00:55:18: Also ich schreib das alles in die Notizen
00:55:22: rein.
00:55:23: Also welche?
00:55:24: Das kommt ja alles dann unten rein und dann wird's auch noch bei Instagram gepostet.
00:55:29: Da kommen auch die Informationen rein.
00:55:31: Super!
00:55:33: Das ist ja die Idee von so einem Podcast, dass die Frauen
00:55:37: genau
00:55:37: das noch bekannter wird.
00:55:39: Alle Sachen, die wir hier haben in Spandau-Starken, warum es heißt Starkes aus Starken?
00:55:45: Starkes an Starken!
00:55:47: Genau, geht's geflüßt auf Starkes.
00:55:48: Ich liebe diesen Slogan.
00:55:51: Ja cool, wieder so philosophisch.
00:55:54: Hast du sicher nicht Philosophie studiert?
00:55:57: Frag mal, was du in deinem letzten Leben warst.
00:56:00: Ich liebe Wortspiele!
00:56:02: Ja super
00:56:02: das funktioniert.
00:56:04: Ja dann sollten die Leute auch wissen.
00:56:06: also was wir natürlich nicht haben ist hier... Wir haben ausser Taffee, Tee und Getränke nichts was wir anbieten.
00:56:14: Also wir bieten ja kein Mittagessen oder irgendwas.
00:56:16: Jeder bringt irgendwas mit damit man... Das ist doch
00:56:18: schon ganz wertvoll.
00:56:19: dieses jeder bringt etwas mit?
00:56:21: Ja genau es geht nur darum dass man nicht allein ist.
00:56:26: Es gibt den Gruppen natürlich auch Auseinandersetzungen.
00:56:28: Also wir sind völlig unpolitisch, also wir sind hier ... Jetzt grad bei Iran-Geschichten.
00:56:34: vorher da war Politik draußen, also für Freiheit und Säkularität aber mehr ... Da bekämpfen sich die Frauen nicht, weil das ist kein Thema hierher.
00:56:47: Und genauso ist es ... dass, ob jetzt in der Kurdin da sitzt oder eine Türkei oder eine Befürworter von dem.
00:56:58: Das ist hier sozusagen ein Raum sich kennen zu lernen.
00:57:02: und die tollen Seiten, der Austausch soll die tollen Seiten zeigen ja?
00:57:08: Und nicht, dass irgendwelche Kriege oder so stattfinden.
00:57:13: vielleicht entsteht durch Starken, meinen Frauenfrieden.
00:57:16: Wer weiß!
00:57:18: Und das geht, wenn die Politik rauslässt.
00:57:21: Es entsteht
00:57:22: nicht erst, es ist schon
00:57:23: da!
00:57:24: Ja ja, starke Staaten, genau.
00:57:29: Du hast schon so viel ... Wenn du seit zwölf Jahren hier bist, überleg mal was du schon seit zwälf Jahren erschaffst?
00:57:37: Drei Mal in der Woche Frieden ein Raum von Frieden.
00:57:40: Bis vor einem Jahr viermal in der Woche.
00:57:43: Also, multipliziere das mal.
00:57:45: Ja, danke schön!
00:57:46: Das ist ja dieser Schmetter ... Jetzt sind wir wieder poetisch?
00:57:49: Der
00:57:49: schmetterlingsschlag, der dann halt ein Tsunami auslöst am anderen Ende der Welt.
00:57:54: Du bist Philosophin, da bin ich mehr sicher.
00:57:57: Nee aber man muss sagen viermal bin ich da.
00:57:59: Aber sonst sind die anderen Tage auch immer hier was los.
00:58:03: Also eigentlich ist hier sieben Tage etwas los.
00:58:06: Man muss sich halt erkundigen, aber vier Tage vielleicht weiter.
00:58:09: Wer ist denn noch hier?
00:58:10: also du bist hier und wer ist noch hier?
00:58:12: Also wir haben, wie gesagt, Suadatou, die ist Afrikanerin und hat sehr viel eine afrikanische Kleinkommunität hier geschaffen.
00:58:20: Verdechte ist die iranisch-persisch-türkische Anleiterin.
00:58:25: Sie hat auch eine sehr große Gruppe hier Und man kennt sie auch, also im starken kennt man die Wenn man sie mit uns allen sieht.
00:58:33: oder jetzt in den starken fest.
00:58:36: Ja, bis am dritten Juli starken fest wird man sie auch sehen.
00:58:40: Marjan ist die Nähanleiterin und Kamie ist die Deutschlehrerin ... Und ja, ich.
00:58:48: Also wir sind sozusagen die fünf Musketierinnen hier.
00:58:54: Und ich finde übrigens
00:58:56: alle Hand.
00:58:57: Das heißt ihr seid eine Handvoll?
00:58:59: Ah!
00:59:00: Also ... Du bist philosophisch, das weißt du gar nicht.
00:59:02: Ich weiß mal, wer hat das Hex drin?
00:59:06: Ja!
00:59:07: Okay, okay, siehst du ... Ah ja, ne.
00:59:10: Toll, toll.
00:59:11: Wie du mit Worten spielst, super.
00:59:14: Ja, that's it.
00:59:16: Geh aus keiner Hand dabei, das sind wir.
00:59:18: Mhm.
00:59:19: Und nicht nur ich, ich bin so ein kleines Rätchen.
00:59:23: Ich organisiere halt das Ganze irgendwie.
00:59:26: Das ist unter anderem bei Beratung und Jobcoaching und Hilfe und Betreuung und so weiter.
00:59:33: ist Organisation so mein Ding.
00:59:36: Sonst machen das die Frauen wirklich alles, was die drauf haben?
00:59:41: Ich bin verliebt mit allen Frauen, die ich hier kennengelernt habe und es sind echt viele.
00:59:48: Manche sind so gut untergebracht, dass sich die vielleicht einmal im Jahr sehen.
00:59:56: Noch eine letzte Frage.
01:00:00: Wie weit wirkt sich das denn auf?
01:00:03: deren Familien aus.
01:00:07: Ich kann mir gut vorstellen, dass es Partner gibt,
01:00:10: die
01:00:11: mitziehen oder sich dem entgegenstrecken wie so eine Katze, die man umarmen will und die will nicht umarmt werden.
01:00:20: Wie weit nimmst du das hier wahr?
01:00:24: Also die Frauen, die solchen Partner haben, die sind ein paar Mal bei mir dann wollen sie nicht mehr.
01:00:31: Die wollen diesen Stress nicht.
01:00:33: Die Frauen, die
01:00:34: wachsen, kann man sagen, dass die Männer mitwachsen?
01:00:38: Anders.
01:00:39: Die Frauen ... die Stärke nicht haben gegen diese Männer durchzusetzen, die meiden Kiosk leider.
01:00:49: Also ich hab das paar Mal erlebt, dass sogar ein Mann draußen gewartet hat bis sie fertig war und der durfte nicht rein.
01:00:58: Okay, manchmal lasse ich die rein wenn sie Deutsch können oder selber nicht.
01:01:02: damit ich verstehe, was sie will.
01:01:03: Aber wenn ich so diese Aggression einem Frauenprojekt gegenüber ... erkenne an diesen Männern, dann lass ich die nicht rein.
01:01:15: Und das ist allein schon Verbot.
01:01:17: und eine Frau, weil es hier ist total ... wie soll ich sagen?
01:01:22: Das ist hier freiwillig!
01:01:25: Das ist kein Zwang.
01:01:26: Du kommst hier rein, weil du als vom tiefsten Herzen willst.
01:01:31: Und wenn eine Frau kein Stress zu Hause haben will und nicht irgendwo hingeht, diese Frau würde auch nicht richtig zur Beratung stellen gehen.
01:01:40: Aber wenn jemand sagt, nee ich will da raus ... Ich hab sehr viele Frauen, die raus sind aus solchen Beziehungen wirklich.
01:01:49: Wir sind hier, die Tür ist offen, können die kommen?
01:01:52: Also ich kann diese patriarchal geprägten Familien ... Ich würde gerne machen.
01:02:03: Die machte ich gerne, weil die kommen dann einmal eine Stunde zu mir und gehen nach Hause.
01:02:08: Keine Ahnung was denn passiert?
01:02:11: Weil sie finden, ich bin zu bunt.
01:02:13: Ich bin LGBTIQ-freundlich, ich Bin frau freundlich.
01:02:19: Wir sind bunt.
01:02:22: Wir sind nicht muslimisch oder tief christlich geprägt oder irgendwas.
01:02:27: Wir sind frei einfach, ja?
01:02:30: Und das passt nicht.
01:02:32: Vielen Männern passen das nicht.
01:02:34: Das hab ich auch schon gemerkt.
01:02:37: Aber ... Ich frag
01:02:39: das deswegen weil es so schön wäre, wenn sich das natürlich wie ein Wurzelwerk in jede Wurzel hineinverflechtet
01:02:50: und
01:02:51: Die Frauen sind nun mal in diesem System.
01:02:54: Und ich erlebte es auch oft im Einzelgespräch mit Frauen, dass sich schon merke das auch die Männer anfangen an das zu denken und sich versuchen aus diesen traditionellen Konstrukt herauszuschälen.
01:03:12: Das ist manchmal bei ihnen sogar teilweise noch schwerer ist weil Sie ja den Auftrag haben, diese Linie vorzuführen.
01:03:22: Diese traditionelle Linie und das es bei ihnen dann auch so ist wenn du nur ein zwei Millimeter rechts links läufst neben der Spur, dann bist du raus!
01:03:35: Und sie sind ja so stark ineinander verflochten dass sie ja alles verlieren – auch das Wirtschaftliche und die stehen in dieser Verantwortung.
01:03:43: aber ich muss meine Frau und unsere drei Kinder Ich trage Verantwortung, aber ich bin angestellt bei meinem Onkel.
01:03:51: Also die sind hier alle miteinander verflochten.
01:03:57: und doch spüre ich wenn ich diese Frauen stärke dass sie zu Hause ihre Männer stärken und das ist dann schon immer so ein bisschen das Aufbrechen der Schale und dass dann die Männer doch schon mal mitkommen zum Gespräch Und dann reden wir über die Kinder.
01:04:14: Das ist so ein bisschen niederschwächtig, das kriegen sie gut hin in die Verantwortung des Vaters zu gehen und auch eine neue Vaterfigur einzunehmen, die besser passt in diese neue Gesellschaft traditionell unabhängig.
01:04:27: Und sobald wir dort hinkommen kann ich das ganz empathisch dann irgendwie wahrnehmen wie auch Sie kämpfen.
01:04:35: Deswegen denke ich mir manchmal man vielleicht brauchen die auch einen geschützten Raum wo auch sie die Geschichte neu schreiben können.
01:04:46: Und ein Bündnis, also dass Sie nicht vor diesem Alleinsein stehen?
01:04:50: Also wenn ich das in Prozente zusammenfassen würde, würde ich sagen ... In meinen Erlebnissen zwölf Jahre drei Prozent, zwei Prozent, die sozusagen in so einer ... für's sagen, in solchen Räumlichkeiten leben wie du es beschreibst.
01:05:13: Die anderen, sieben, neunzig Prozent oder fünfundneinzig Prozent ... die kommen trotzdem und ihre Männer haben überhaupt kein Problem damit.
01:05:24: Deshalb ist das ein Bereich der mich nicht betrifft.
01:05:29: Also ich hab damit nichts zu tun.
01:05:30: Ich kann auch keine Männer erziehen oder so.
01:05:32: Ich habe das früher im Jobcenter sehr stark sozusagen probiert.
01:05:40: den Männern auch beizubringen, dass die in einem freien Land leben und sein können wie sie wollen.
01:05:48: Aber jetzt ist das sowas von ... Also im Kiosk aller Handarbeit mit dem Frauen
01:05:54: da kann
01:05:54: man sagen, äh, ist das echt gar kein Thema?
01:05:58: Gar kein Thema!
01:05:59: Null also ich hab bestimmt zwei-, drei Frauen erlebt, die dann mit unserer Offenheit und des Bundes nicht einverstanden waren weil die auch zu Hause das
01:06:13: nicht
01:06:13: akzeptiert bekommen haben.
01:06:14: Aber sonst ist das sowas von überhaupt gar kein Thema hier.
01:06:18: Alle, die herkommen, kommen wieder und das stört auch deren Männern nicht.
01:06:24: Also ganz merkwürdig, das stührt niemanden nie!
01:06:28: Ich habe immer gedacht wenn wir so einen Raum hier haben dass irgendjemand mein Stein durch die Fenster wirft.
01:06:35: Das Einzige, was ich mal erlebt hatte.
01:06:37: Ich hatte so einen Regenbogenherbst da an der Tür ... das hat einer weggekratzt!
01:06:44: Das war sozusagen Vandalismus hier.
01:06:48: Aber toi-toi-toi?
01:06:49: Ich klopfe gerade am Kopf.
01:06:52: Nie, nie nix!
01:06:54: Also, wenn man hier rumläuft, ist das wirklich lauter Sachen, die eigentlich ein Gefährden, ne?
01:07:00: Hier lauter anterrassistische Sprüche.
01:07:04: Hier Iran-Sachen und da Regenbogenfahren.
01:07:08: Eigentlich ist das ... eigentlich predestiniert, um ein Stein reinzulegen?
01:07:14: Nix.
01:07:15: Hoffentlich nicht!
01:07:17: Das heißt zwölf Jahren nicht.
01:07:19: Ja,
01:07:19: daran hab ich auch gerade gedacht.
01:07:21: Weil das erste was gemacht habe war diese Regenwogenfahne da oben.
01:07:26: Allein das.
01:07:27: D.h.,
01:07:27: dann stehst du oder ihr hier wirklich ... unter einer schützenden Hand.
01:07:33: Absolut, Nachbarschaft alles.
01:07:35: Ich hab ne Nachbarin hier übrigens ... die bringt alle möglichen Klamotten runter.
01:07:40: Ich habe eine andere, die bringt was zum Häkeln mit.
01:07:42: Wir werden hier auch versorgt und natürlich nehmen alle Frauen alles mit!
01:07:46: Das find ich so toll ja?
01:07:47: Dass man nichts wegwirft.
01:07:48: und okay wir haben jetzt keinen Kleiderbörse aber das sind so kleine Mengen, die kann man ruhig klassen dann die Tüte da bedienen sich und dann ist gut.
01:07:59: Und das Meinungsgefährwirbe, ja.
01:08:01: Das kann man sagen!
01:08:01: Wir werden echt geschützt auch von Hausmeistern und allem.
01:08:04: also wirklich ich glaube wenn jemand hier Stein werfen würde, würden alle rennen und dann mal verschäuchen oder so denke ich hoffe ich Also wirklich her und auch Männer akzeptieren die Situation.
01:08:19: wir haben mit dieses Problem
01:08:20: null.
01:08:22: Das ist ja Wahnsinn.
01:08:24: Das würde ich gerne so abschließen,
01:08:25: genauso
01:08:26: stehen lassen.
01:08:27: Dass das hier wirklich ... Wir haben alle Ecken abgekloppt!
01:08:31: Dieser Raum ist hier so sicher
01:08:35: ein Raum
01:08:37: von Sicherheit der überhaupt erst Entwicklung möglich macht.
01:08:41: Ohne die schützende Höhle können wir nicht mutig und neugierig werden.
01:08:47: Und dieser Ort ist hier genau so ...
01:08:49: Kioskallahan dabei?
01:08:51: Jaa... Ich danke dir so, so sehr für dieses schöne Gespräch und ich überzeugt davon dass dieser Raum noch weiter wachsen wird.
01:09:03: Weil ja wir Frauen sind ja für Wachstum zuständig!
01:09:10: Also du bist hier immer willkommen wenn jemand dich was fragt bitte weitersagen und du gehörst jetzt zu uns wie unser Name an der Tür.
01:09:23: Danke schön.
01:09:24: Vielen, vielen Dank und ich hoffe ihr draußen seid jetzt genauso neugierig uns hier alles zu entdecken.
01:09:30: Und wir sind gespannt!
01:09:31: Ihr könnt auch immer uns Kommentare reinschreiben, ihr könnt es auf Instagram schreiben und auch hier kiosk alle Handarbeit.
01:09:39: Schreibt sie an, telefoniert, ruft an, kommt vorbei... Ihr habt gehört die Tür ist ja immer offen.
01:09:45: Für Frau?
01:09:48: Das haben alle verstanden.
01:09:51: Ja, vielen, vielen dank.
01:09:53: Ich danke dir.
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